Schnappschuss als Beweis

Anwohner deckt Schlamperei bei Müllabfuhr auf

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Ein aufmerksamer Anwohner hat in München beobachtet, wie die Müllabfuhr die Biotonne im Restmüll entsorgte.

München - Da hat man den Salat, dachte sich ein aufmerksamer Anwohner: Zunächst trennt man den Müll aufwendig, dann schüttet ihn die Müllabfuhr zusammen. Er beschwerte sich - und deckte tatsächlich Schlamperei auf.

Schlamperei bei der Müllentsorgung wird für Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) Konsequenzen haben. „Wir werden disziplinarische Maßnahmen ergreifen“, kündigt Helga Seitz, Sprecherin des AWM, an. Ein Anwohner hatte in seiner Straße ein Foto gemacht, das zeigt, wie AWM-Mitarbeiter Rest- und Biomülltonne in das gleiche Müllauto entleeren.

„In diesem Fall war die Biomülltonne verunreinigt“, sagt Seitz. Wenn Anwohner eine derartige Szene beobachten, könne es also sogar seine Richtigkeit haben. Allerdings hätten die Mitarbeiter in diesem Fall versäumt, zunächst ein Schild an der Tonne anzubringen, dass sie nicht entsorgt werden könne, da sich Restmüll im Bioabfall befinde. „Bei einer zweiten Tour müssen wir den Biomüll dann mitnehmen“, erklärt Seitz. „Wenn der Biomüll dann immer noch verunreinigt ist, muss er in den Restmüll.“

Die Kosten dafür muss der Hauseigentümer beziehungsweise die Hausverwaltung tragen. Seitz betont, dass es sich bei diesem Vorfall um einen bedauerlichen Einzelfall handle, der nichts mit Personalmangel zu tun habe. "In der Regel machen unsere Mitarbeiter einen sehr guten Job", sagt Seitz. Dem AWM ist es ein großes Anliegen, dass die Münchner auf Mülltrennung achten. Nicht umsonst gebe es Kampagnen für eine ordentliche Trennung. „Gerade Biomüll wird noch ein großes Thema werden, denn diesen kann man wunderbar recyclen“, erklärt Seitz.

weg

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