Für knapp 3000 Euro freigekauft

Arbeitgeber bewahrt 42-Jährigen vor Haft

München - Weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hatte, wäre ein 42-Jähriger um ein Haar ins Gefängnis gekommen. Doch in letzter Minute kaufte ihn sein Arbeitgeber für knapp 3000 Euro frei.

Der Iraker hatte gelogen, um sich in Deutschland aufhalten zu können und sich zudem Sozialleistungen erschlichen. Deshalb wurde er vom Amtsgericht München zu einer Strafe von 2.936,45 Euro verurteilt. Da der 42-Jährige diese aber nicht zahlte, stand am Dienstag plötzlich die Polizei vor seiner Tür. Da er immer noch nicht genug Geld hatte, nahmen die Beamten den Mann mit, um ihn seine Strafe 84 Tage lang im Gefängnis absitzen zu lassen.

Als die Polizisten gerade dabei waren, die Formulare für die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt auszufüllen, meldete sich der Arbeitgeber des Irakers. Er erklärte sich bereit, seinen Mitarbeiter auszulösen und brachte das Geld wenig später auf der Wache vorbei.

Weniger Glück hatte ein 41 Jahre alter Rumäne. Der Obdachlose, der wegen Leistungserschleichungen und nicht bezahlten Geldstrafen von den Staatsanwaltschaften Ulm und Nürnberg-Fürth zur Fahndung ausgeschrieben war, lief am Dienstag am Hauptbahnhof Beamten der Bundespolizei in die Arme. Auch er konnte die geforderte Summe - 919 Euro - nicht zahlen. Deshalb muss er die Strafe nun 145 Tage lang in der Justizvollzugsanstalt absitzen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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