Wie Arbeitslose zu Kinderpflegern werden

München - Auf der einen Seite stehen rund 500 offene Stellen in der Kinder­betreuung. Auf der anderen Seite Menschen mit geringer Berufsqualifikation, die in München fast die Hälfte der Arbeitslosen ausmachen.

Zwei Probleme, ein gemeinsamer Lösungsansatz: In München werden nun verstärkt Geringqualifizierte zu Kinderpflegern und Kinderpflegerinnen ausgebildet.

Das Programm nennt sich „Qualifizierung Kinderpflege“ und wird gemeinsam von der Agentur für Arbeit und den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) getragen. Es spricht vor allem Menschen mit Migrationshintergrund an, weil sie besonders häufig eine geringe berufliche Qualifikation vorweisen. Folglich kommen die Teilnehmer des Programms aus 26 verschiedenen Ländern von vier Kontinenten.

Eine erste Gruppe hat im Juni ihre Ausbildung abgeschlossen. „Die Ergebnisse sprechen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Max Keller von der Agentur für Arbeit gestern bei der Pressekonferenz. Von den 55 Absolventen hätten 37 schon eine konkrete Perspektive in Aussicht. Einige arbeiten künftig in oftmals mehrsprachigen Kindergärten. Andere machen sich als Tagesmutter selbstständig oder nehmen Tätigkeiten in privaten Haushalten auf.

Die meisten Teilnehmer haben selbst Kinder, weshalb sie die Ausbildung, die rund ein Dutzend Fächer umfasst, in nur etwa 14 Monaten durchlaufen. Kinderpfleger können zum Beispiel in Kindergärten die Erzieher unterstützen.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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