Verhandlung in München

Arnautovic narrt Justiz - und kriegt Straf-Rabatt

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Marko Arnautovic im Auto bei einem PR-Termin.

München - Skandal-Fußballer Marko Arnautovic narrt die Justiz – und kriegt dafür 60 000 Euro Straf-Rabatt! Das ist das Ergebnis einer Gerichtsverhandlung am Dienstag, die der 24-jährige Fußballer trotz Vorladung schwänzte.

Der in Wien geborene Arnautovic lernte seine Fußball-Künste bei österreichischen Top-Vereinen. Von 2010 bis 2013 gehörte er zu den Stars bei Werder Bremen. In dieser Zeit kurvte er mit seinem getunten Porsche auch öfter durch München. Im Oktober 2012 drückte Arnautovic auf der Maximilianstraße mächtig aufs Gas. Anwohner beschwerten sich bei der Polizei. Die Beamten kontrollierten ihn: Der Bolide war in Wien zugelassen, der Erstwohnsitz war Bremen.

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Damit hätte er in Deutschland seine Kfz-Steuer entrichten müssen! Weil er schon mal ermahnt worden war, leitete die Münchner Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung ein. Die Folge: Strafbefehl mit 30 Tagessätzen. Eigentlich nicht viel, aber bei ihm wurde die Tagessatzhöhe auf 4000 Euro festgelegt: 120 000 Euro!

Dagegen legte der Fußballer Einspruch ein. Anwalt Udo Würtz tönte gegenüber der Zeitung Österreich, er werde seinen Mandanten rauspauken: „Wir reden hier über eine Bagatelle. Es wird auch keine Gerichtsverhandlung geben.“

Dabei unterschätzte er die Münchner Justiz. Mehrfach wurde ein Termin angesetzt, doch Marco Arnautovic glänzte stets durch Abwesenheit. Staatsanwalt Volker Schödel: „Man müsste einen Haftbefehl machen!“

So weit wollte Richter Martin Meixner nicht gehen, aber raus komme der Angeklagte, der jetzt bei Stoke City spielt, auf keinen Fall. Nach langem Gerangel war Anwalt Würtz bereit, den Einspruch auf die Hälfte des Tagessatzes zu beschränken. Das Gericht halbierte auf 2000 – also 60 000 Euro gesamt. 

E. Unfried

"Hauptsache Italien!" Legendäre Fußball-Sprüche

"Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!" Andi Möller erklärte zwar 2013, dass er sich gar nicht an sein berühmtes Zitat erinnern könne. Dennoch zählt es zu den bekanntesten Fußball-Sprüchen. Wir haben hier einige legendäre für Sie zusammengestellt. © dpa
"Ich war auch schon mal in Spanien deutscher Meister!" Roy Makaay bei einem Interview nach der gewonnenen Meisterschaft. © picture alliance / dpa
"Jeder ist schon mal mit 1,07 Promille gefahren." Stefan Effenberg, nachdem er bei einer Polizei-Kontrolle erwischt wurde. © picture alliance / dpa
"In Gladbach ist so etwas bestimmt 20-mal passiert. Das gehört dazu. Ich find' das gut." Stefan Effenberg über die Ohrfeige, die Lizarazu im Training Matthäus verpasste. (Auf dem Bild trainiert Effenberg mit Sammy Kuffour). © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Ja gut, am Ergebnis wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn, es schießt einer ein Tor." Franz Beckenbauer. © picture alliance / dpa
"Ja gut, der Rehhagel ist ein erstklassiger Trainer - zumindest in der zweiten Liga." Franz Beckenbauer lobt Otto Rehhagel. © picture alliance / dpa
"Das beste an der ersten Halbzeit war, daß Mario Basler nicht erfroren ist." Franz Beckenbauers Halbzeitfazit eines Bayernspiels im Winter. (Basler war nicht unbedingt für seine überragende Laufbereitschaft bekannt). © picture alliance / dpa
"Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verprasst." George Best blickt zurück. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Da muss erst einmal ein Schnupf.. äh Schneepflug drüber." Christoph Daum über die Platzverhältnisse in München. © picture alliance / dpa
"Man muss nicht immer die absolute Mehrheit hinter sich haben, manchmal reichen auch 51 Prozent." Christoph Daum rechnet. © picture alliance / dpa
"Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." Lothar Matthäus auf die Frage, was er nach seiner Profi-Laufbahn beruflich plant. © picture-alliance / dpa
"Die Holländer sind vorne vom Feinsten bestückt." Oliver Kahn zeigt sich beeindruckt von den Qualitäten der "Oranjes". © picture-alliance/ dpa
"Es ist egal, ob ein Spieler bei Bayern München spielt oder sonstwo im Ausland." Erich Ribbeck. © picture-alliance/ dpa
"Jetzt weiß man, dass Erich Ribbeck wirklich keine Ahnung hat." Mario Basler (spielte im Ausland beim FC Bayern) nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der EM 2000. © picture-alliance / dpa
"Andere können sich ja gerne vor dem Spiel die Eier hart kochen." Andi Möller zum Vorwurf, ein Weichei zu sein. © picture-alliance / dpa
"Die meisten Spiele, die 1:0 ausgingen, wurden gewonnen." Günter Netzer schöpft aus seinem reichen Erfahrungssch atz. © picture alliance / dpa
"So etwas gibt es im Fußball nicht." Günter Netzer bei der WM 98 auf die Frage, was passiert, wenn Südkorea gegen Holland gewinnt. © picture alliance / dpa
"Gesundheit!" Mehmet Scholl auf die Frage, was er denn zum rumänischen Mittelfeldstar Gheorge Hagi - ausgesprochen "Hatschi" - sagen werde. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Fußball is' wie Schach - nur ohne Würfel." Lukas Podolski. © picture alliance / dpa
"Ein Drittel? Nee, ich will mindestens ein Viertel!" Horst Szymaniak stellt beim Gehaltspoker sein Verhandlungsgeschick unter Beweis. © picture-alliance/ dpa
"Also, ein normales Foul ist für mich nicht unfair." Uwe Seeler. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los'." Steffen Freund. © picture alliance / dpa
"Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts." Berti Vogts. © picture alliance / dpa
"Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben." Berti Vogts (auf dem Bild mit seiner Ex-Frau Monika). © dpa
"Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann." Berti Vogts und die Logik. © picture-alliance / dpa
"Ich wechsle nur aus, wenn sich einer ein Bein bricht." Werner Lorant zeigt sich als harter Knochen. © picture alliance / dpa
"Du sitzt hier locker bequem hier auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker." Rudi Völler bepöbelt Waldemar Hartmann. © picture alliance / dpa
"In Island gibt es gar kein Weizenbier." Waldis Antwort. © picture alliance / dpa
"Ich sage nur ein Wort: 'Vielen Dank!'" Horst Hrubesch. © dpa
"Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen." Erich Ribbeck. © dpa
"Jeder, der mich kennt und der mich reden gehört hat, weiß genau, dass ich bald englisch in sechs oder auch schon in vier Wochen so gut spreche und Interviews geben kann, die jeder Deutsche versteht." Lothar Matthäus (vor seinem Engagement in New York). © picture-alliance / dpa
"Entweder ich gehe links vorbei oder ich gehe rechts vorbei." Dribbelkönig Wiggerl Kögl. © picture-alliance / dpa
"Es ist nichts scheißer als Platz zwei." Erik Meijer. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Wenn's denkst, ist's eh zu spät." Gerd Müller. © picture alliance / dpa
"Wir lieben uns alle - aber nur auf dem Platz." Erik Mykland © picture-alliance / dpa
"Wir waren in der 1. Halbzeit über 90 Minuten die überlegene Mannschaft." Claus Reitmaier. © picture alliance / dpa
"Eng." Mehmet Scholl auf die Frage, wie es war, als Bundeskanzler Kohl nach dem EM-Sieg 1996 in die Kabine kam. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Wenn's lafft, dann lafft's. Wenn net, dann net. Aber bei uns lafft's." Manfred Schwabl. © picture-alliance / dpa
"In den entscheidenden Momenten hat uns einfach das Pech gefehlt!" Danny Schwarz. © picture-alliance/ dpa
"Ich will an meinem rechten Fuß feilen." Michael Tarnat. © picture-alliance/ dpa
"Was soll der Scheiß, ich kann kein Englisch." Francesco Totti auf die Frage eines Journalisten, was er als echter Römer von dem Motto "Carpe diem" halte. © picture alliance / dpa
"Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt." Stefan Wessels, der ehemalige Kölner Torhüter, befragt zu den Wechselgerüchten um Lukas Podolski. © picture-alliance/ dpa
"Die Schiedsrichter machen sich ja fast in die Hosen, wenn sie einmal gegen Bayern pfeifen müssen." Wolfgang Wolf, Nürnbergs ehemaliger Trainer nach einem durch ein Abseitstor verlorenen Spiel gegen Bayern München. © picture alliance / dpa
"Demichelis spricht sich 'De mitschelis', meine Damen und Herren, also'mit scharfem 'tsch' wie in 'Schule'." Moderator Jörg Wontorra © picture alliance / dpa
"Eine EM ist noch ausgeglichener besetzt als eine WM, weil bei einer WM auch Mannschaften vom anderen Kontingent sind." Michael Ballack. © picture alliance / dpa
"Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel." Mario Basler. © picture-alliance / dpa
"Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten." Andreas Brehme (zu Spielerzeiten). © picture-alliance / dpa
"Ich habe 'ne Oberschenkelzerrung im linken Fuß." Guido Buchwald. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Wir waren besonders motiviert. Dieser Trainer Camacho, Caramba oder wie der heißt, hat vor dem Spiel im spanischen Fernsehen gesagt, Fußball in Deutschland ist nur bumm, bumm, bumm. Nächstes Mal soll er die Fresse halten." Giovane Elber (nach dem 4:2-Sieg der Bayern bei Real Madrid). © picture-alliance / dpa
"Mir hamm a gut genugene Mannschaft." Dietmar Hamann (vor dem Spiel Deutschland-Island). © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Nein, da ist ja inzwischen Schnee über die Sache gewachsen." Andreas Herzog auf die Frage, ob er Olli Kahn, der ihm vor Jahren nach einem Gegentor an die Kehle sprang, noch böse sei. © picture alliance / dpa
"Ich will später noch eine Familie gründen. So bin ich auf der sicheren Seite." Marcell Jansen auf die Frage eines Kindes, warum er sich bei einem Freistoß immer die Hände vor sein bestes Stück hält. © picture alliance / dpa
"Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass wir immer, wenn wir führen oder zurückliegen, doch noch verlieren." Jens Jeremies. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Der Druck entlädt sich beim Torschuss - ein Wahnsinns-Feeling. So ähnlich wie beim Sex." Jürgen Klinsmann. © picture-alliance / dpa

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