Ausbildung als Heizungsinstallateure

Asylbewerber auf dem Weg zum Gesellen

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Die Azubis Abdullah Mohammadi (r.) und Said Haschimi mit Handwerkschef Georg Schlagbauer und Bürgermeister Josef Schmid.

München - Sie mussten aus ihrer afghanischen Heimat fliehen und wissen nicht, wie lange sie in Deutschland bleiben können: Abdullah Mohammadi (20) und Said Haschimi (17) machen im Lehel eine Ausbildung als Heizungsinstallateure.

Bayerns Handwerks-Chef Georg Schlagbauer sowie Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) wünschen sich, dass die beiden auch nach ihrer Ausbildung in Deutschland bleiben dürfen. Denn der Bedarf an Handwerk ist vor allem in München immens.

Alleine die Handwerkskammer München und Oberbayern sucht derzeit noch 4000 Auszubildende für die verschiedensten Branchen. „Das Handwerk braucht Nachwuchs, damit die Bürger nicht monatelang auf einen Installateur warten müssen,“ so Bürgermeister Schmid.

Die Handwerkskammer geht nun gezielt in die Mittelschulen, um dort jugendliche Flüchtlinge als Auszubildende anzuwerben.

Zwei von ihnen, die nach erfolgreich absolvierten Deutschkursen und mit einem Schulabschluss in der Tasche eine Ausbildung beginnen können, sind Abdullah und Said, die seit vier bzw. drei Jahren in Deutschland leben. Sie haben ihre Eltern bzw. ihren Vater im Krieg verloren. Jetzt leben sie in München und haben sich eingelebt. „Wir sind gerne hier“, sagen sie. „Wichtig ist, dass sie nach der Ausbildung uns erhalten bleiben, denn wir brauchen sie auch als Gesellen, und eine Ausbildung kostet auch Geld“, so ihr neuer Chef Olaf Zimmermann von Heizung Obermaier in der Thierschstraße. Mit einem Gesellenbrief in der Tasche sind die Chancen dafür gut.

J. Welte

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