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U-Bahn: Mann (39) geschlagen und getreten

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München - Ein 53-jähriger Schwabinger hat am Scheidplatz in einer U-Bahn der Linie 2 Mut bewiesen und zwei Schläger von ihrem Opfer weggezogen.

Die Täter, ein 30-jähriger Arbeitsloser aus Eching und ein 27-jähriger Lagerist aus Höhenkirchen, wurden vorläufig festgenommen, sind laut Polizei aber wieder auf freiem Fuß. Ein rechtsextremistischer Hintergrund wird geprüft. Beim Opfer handelt es um einen Deutschen libanesischer Herkunft. Nach Angaben der Polizei saß der 39-jährige Giesinger am Montagabend in der U2 Richtung Innenstadt. Aus bisher ungeklärten Gründen sprachen ihn zwei Männer an. Laut Polizei sollen die Täter den Giesinger auf das Übelste beschimpft und provoziert haben.

Als der 39-Jährige anmerkte, sie seien wohl betrunken, prügelten die beiden auf ihn ein. Mehrmals schlugen sie ihrem Opfer mit der Faust ins Gesicht und verletzten ihn am Hinterkopf. Der 53-jährige aus Schwabing sah dem Ganzen nicht tatenlos zu und eilte dem 39-Jährigen zu Hilfe. Es gelang ihm, die Prügler von ihrem Opfer zu trennen. Zwei Polizisten auf U-Bahn-Streife waren ebenfalls schnell zur Stelle. Gemeinsam gelang es, die beiden aggressiven Männer zu bändigen. An der Haltestelle Theresienstraße wurden sie dann von der Polizei abgeführt.

Das Opfer erlitt dank der schnellen Hilfe nur leichte Kopfverletzungen. Die Täter sind der Polizei bereits wegen einer Reihe rechtsextremistischer Straftaten bekannt. Ob in diesem Fall eine rechtsextreme Gesinnung der Auslöser für die Tat war, sei noch unklar und müsse geprüft werden, sagte ein Polizeisprecher. Der Vorwurf lautet nach Angaben des Polizeisprechers auf gefährliche Körperverletzung. Der Strafrahmen hierfür liegt zwischen 6 Monaten und zehn Jahren Haft. Allerdings wurden die Täter nach ihrer Vernehmung gestern schon wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 53-jährige Helfer wird von der Münchner Polizei für sein beherztes Eingreifen für eine Belobigung vorgeschlagen.

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