Beleidigungen und Tritte

17-Jähriger rastet bei Ticketkontrolle völlig aus und muss gefesselt werden

Eine Fahrkartenkontrolle geriet am frühen Montagmorgen vollkommen aus dem Ruder: Ein 17-Jähriger schlug nach den Bahnmitarbeitern und beleidigte sie. Dann kollabierte er fast.

München - Der junge Mann war laut Bundespolizei gegen 00.30 Uhr am Montagmorgen in der S3 Richtung Holzkirchen unterwegs. Im Zug hatte er seine Füße samt Schuhen auf einem Sitz abgelegt. Zwei Fahrkartenkontrolleure der Bahn forderten ihn auf, die Füße herunterzunehmen und seinen Fahrschein vorzuzeigen. Der in München-Giesing Wohnende ignorierte dies jedoch und telefonierte lautstark weiter. Nach einer zweiten Aufforderung, seinen Fahrschein vorzuzeigen, warf er diesen in Richtung der Kontrolleure. Als der junge Mann das Kontrollpersonal auch noch beleidigte, beschlossen die Bahnmitarbeiter, ihn vor die Tür zu setzten.

Der 17-Jährige wehrte sich allerdings dagegen, soll nach den Kontrolleuren geschlagen haben. Diese überwältigten und fesselten ihn. Am Ostbahnhof stiegen alle drei aus der Bahn. Der Mann versuchte trotz Fesselung zu fliehen. Als Beamte der Bundespolizei vor Ort eintrafen, atmete der 17-Jährige zunehmend unruhiger und machte den Anschein, das Bewusstsein zu verlieren, woraufhin ein Rettungswagen alarmiert wurde. Im weiteren Verlauf allerdings beruhigte er sich wieder und konnte auf eine Bank gesetzt werden, von welcher aus er versuchte, nach den Kontrolleuren zu treten.

Durch die Auseinandersetzung erlitt der Giesinger, der im Besitz einer Monatskarte war, Verletzungen im Gesicht, an den Händen und Beinen. Er wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Er hatte 1,32 Promille Alkohol im Blut.

Beide Parteien stellten Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Video: Aggressiver Fahrgast - So handeln Kontrolleure

mm/tz/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Polizei

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