„Kenai“ macht sich selbstständig

Wollte er zur Ochsenbraterei? Hund unternimmt spontanen S-Bahn-Ausflug

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Diensthundeführerin Katrin Scheller begrüßte „Kenai“ am Ostbahnhof.

Ob es ihn wieder Richtung Ochsenbraterei zog? Ein Hund ist seinem Besitzer entwischt und mit der S-Bahn zu einem Stadtbummel aufgebrochen - offenbar nicht zum ersten Mal.

München - Gegen 09.15 Uhr gaben Passanten am Ostbahnhof einen herrenlosen Hund am DB-Infopoint ab. Dieser hatte sich zuvor herrenlos in einer S-Bahn befunden. Katrin Scheller, Diensthundeführerin der Bundespolizei nahm sich des Mischlings an. 

Dank Halsbandinfo, das Halter- und Hundenamen sowie den Wohnort beider enthielt, konnte der Besitzer schnell ausfindig gemacht und informiert werden, wie die Bundespolizei berichtet. Der 41-jährige Mann aus Furth, Gemeinde Oberhaching im Landkreis München, gab an, "Kenai" würde gerne S-Bahn fahren. 

Es war nicht Kenais erster Ausflug

Der Mischlings-Setter mit Hovawart- und Spitzverwandtschaft nutzte - nicht zum ersten Mal, die sich ihm bietende Gelegenheit. Unerklärlicherweise steigt er immer am Bahnsteig Richtung München ein. Vielleicht auch deswegen, mutmaßt der 41-jährige Besitzer, weil er "Kenai" bei einem seiner ersten Ausflüge an der Ochsenbraterei abholen musste. 

Am Revier am Ostbahnhof betreute PHK'in Scheller Fundhund "Kenai" bis zur Abholung durch sein Herrchen. Dieser besitzt den Mischlingssetter, der ursprünglich aus der Slowakei stammte, seit rund 15 Jahren.

Diensthund „Keks“ freute sich über seinen kurzzeitigen Spielgefährten.

 

Mischling atmet auf: Bahn verzichtet auf Strafverfolgung

Der Further freute sich sehr, dass es "Kenai" gut ging und er bei der Bundespolizei eine Rundumversorgung genießen konnte. Auch Diensthund "Keks" (belgischer Malinois) war die Abwechslung, einmal einen nicht dienstlichen Gefährten kennenlernen zu dürfen, anzumerken.

Konsequenzen für das Schwarzfahren drohen dem freigeistigen Vierbeiner übrigens nicht: Sprecher von Deutscher Bahn und Bundespolizei stellten klar, dass das Erschleichen von Leistungen - wie es im Fachjargon heißt - in solchen Fällen nicht verfolgt werde.

mm/tz

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