Neue Gastronomie geplant

Auf dem Dach des Deutschen Museums gibt‘s bald ein Café

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Dachterrasse mit Alpenblick: Die Skizze zeigt die Lage des Bistros auf der Raumfahrthalle und den neuen Lift.

Das Deutsche Museum wird bis 2025 für mehr als 445 Millionen Euro generalsaniert. Der Umbau bringt auch eine Öffnung der Museumsinsel mit sich, die bislang im Südteil gesperrt ist. Der Clou: Ein neues Dachterrassencafé mit Alpenblick, das auch nach Museumsschließung geöffnet haben soll.

München - Das neue „Bistro mit Abendbetrieb“ entsteht auf dem Dach der 1978 bis 1984 errichteten Luft- und Raumfahrthalle im Südteil der Museumsanlage. Um es unabhängig vom Museum betreiben zu können, wird es von der Corneliusbrücke her durch einen neuen Aufzug im Garten erschlossen. So sieht es der bisher noch nicht öffentlich bekannte Umbauplan vor, der am 28. März in der Stadtgestaltungskommission im Rathaus behandelt werden soll. „Wir wollen dort eine gepflegte Gastronomie, aber keinen Luxustempel“, erklärt Museumssprecherin Sabine Pelgjer unserer Zeitung. „Auch Kaffee und Snacks für Museumsbesucher wird es dort geben.“ Bis 2019 soll das Bistro mit 180 Plätzen und 140 weiteren Stühlen auf der Dachterrasse mit Alpenblick entstehen. Es soll ausdrücklich auch für Gäste geöffnet sein, die nicht ins Museum wollen.

Die Dachaufbauten der Luft- und Raumfahrthalle werden für das neue Bistro erweitert. Der neue Bauteil wird mit bronzefarben eloxierten Edelstahlblechen verkleidet, die sich an den Kupferdächern der jetzigen Aufbauten orientieren. Ein schwebendes Dach soll die Plätze im Freien zum Teil vor der Witterung schützen.

Museumsinsel künftig auch von der Corneliusbrücke erreichbar

An der Corneliusbrücke wird während der Umbauarbeiten ein provisorischer Eingang entstehen. Pelgjer: „Der jetzige Eingang wird von Ende 2019 bis 2025 geschlossen, da in diesem Zeitraum der Flügel zum Innenhof umgebaut wird.“ Bis dahin sollen die Arbeiten im Südtrakt beendet sein – einschließlich der neuen Gastronomie. Auch die Terrasse auf dem Turm soll dann wieder geöffnet werden. Wenn 2025 alle Arbeiten beendet sind, soll es möglich sein, von der Corneliusbrücke bis zur Ludwigsbrücke die Insel der Länge nach zu durchqueren. In der Vorlage des Museums für die Stadtgestaltungskommission heißt es: „Der Wunsch des Deutschen Museums ist es, die Museumsinsel für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dies auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums.“

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Vorbereitungen für Zwischennutzung laufen

Auf der Nordseite des Deutschen Museums laufen derweil die Vorbereitungen für die Eröffnung des neuen Clubs „Blitz“ am 22. April in der ehemaligen Kongresshalle. Dahinter stecken die Betreiber des Kong-Clubs an der Prielmayerstraße, der voriges Jahr schloss. Das Gastronomiekonzept sieht ein Restaurant mit vegetarischer mexikanisch-zentralamerikanischer Küche vor sowie eine Terrasse zur Isar. Die Zwischennutzung ist vorerst bis 2021 geplant. Bis 2010 war dort das Café Bernstein zu finden. Das ehemalige Imax-Kino im zweiten Stock bleibt aber weiter geschlossen, ebenso das ehemalige Planetarium. Nach 2012 will das Deutsche Museum den Komplex der Kongresshalle zu einem „Zukunftsforum“ umbauen, das dem Dialog von Wissenschaft und Technik dienen soll. Details dazu werden im Mai vorgestellt.

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