Beschwerden nach Polizeieinsatz

„Blitz“-Eröffnung ufert aus: „Betreiber müssen noch viel lernen“

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Zur Party kamen wesentlich mehr Gäste als erwartet. Dieses Foto schickte uns User Maximilian Klement.

Die Neueröffnung des Clubs „Blitz“ lief in der Nacht zum Sonntag völlig aus dem Ruder. Es kamen so viele Menschen, dass die Polizei einschreiten musste. Einige Besucher warteten stundenlang im Regen. 

München - Völlig aus dem Ruder gelaufen ist in der Nacht zum Sonntag die Eröffnung des Clubs „Blitz“ auf der Museumsinsel. Zugelassen ist der Club für 800 Leute, stattdessen kamen etwa 1500. Die Polizei musste anrücken und den Platz vor dem Club räumen. In den sozialen Medien hagelt es jetzt Kritik.

Es wurde als die Neueröffnung des Jahres angepriesen: Nach monatelanger Renovierung öffnete der „Blitz“, in dem die Betreiber rund um Gastronomin Sandra Forster (Charlie, Kismet, Roecklplatz, Kiss) striktes Foto- und Filmverbot erlassen haben, um 23.59 Uhr seine Türen.

Entgegen der sonstigen Münchner Gepflogenheiten gab es zum Start kein VIP-Opening mit Einladungen und auch keine Gästeliste. Bei der Eröffnung war jeder willkommen, nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, tanzt zuerst.“ Und genau das wurde zum Problem. Es kamen gleichzeitig viel zu viele Leute zum früheren Forum der Technik des Deutschen Museums. „Immer wieder fuhren Taxen vor“, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. „Ein Ende des Zustroms war nicht abzusehen.“

Rettungswege und Notausgänge blockiert

Da sehr schnell die Rettungswege und Notausgänge blockiert waren, rückte die Feuerwehr an. Diese rief schließlich die Polizei zur Unterstützung. Etwa 30 Beamte kamen, sperrten die Rosenheimer Straße in beide Richtungen und räumten den Vorplatz. Nach etwa einer Stunde hatte sich die Lage vor dem Club so weit beruhigt, dass die Polizei die Sperrungen wieder aufheben konnte. Ein 21-Jähriger leistete Gegenwehr, ihn erwartet eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Wartende standen stundenlang im Regen

Bei Facebook beschwerten sich am Sonntag viele, die stundenlang im Regen standen und wieder heimgeschickt wurden. Viele bewerteten den Blitz mit nur einem Stern. „Die Türpolitik am Opening war absolut das letzte. Überhaupt keine Struktur am Einlass“, schreibt ein User. „Man hätte von den Veranstaltern vielleicht annehmen können, dass sie schon etwas Erfahrung im Bereich der Veranstaltungsorganisation gesammelt haben. Fehlanzeige“. „Anlage ist wirklich der Hammer, aber die Betreiber müssen noch viel lernen“, schreibt ein anderer. Die Betreiber waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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