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Nichts passiert mit dem Brunnen am Orleansplatz: Der Grund dafür ist bitter

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Von: Sascha Karowski

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Brunnen am Orleansplatz München
Schön ist etwas anderes: Der Brunnen am Orleansplatz ist seit 2016 außer Betrieb. © Haag

Der Brunnen am Orleansplatz in München Haidhausen sorgt für einen Zoff zwischen Stadt und Bahn. Der Brunnen ist abgedeckt und so schnell wird sich wohl auch nichts ändern.

München - Wegen des Brunnens am Orleansplatz rumort es zwischen der Stadt und der Deutschen Bahn. Das Wasserspiel ist seit Sommer 2016 nicht mehr in Betrieb. Nach der Brunnensaison begann die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit der Sanierung der Decke des U-Bahnhofs. Die Arbeiten sind beendet, doch auch in diesem Jahr blieb der Brunnen trocken. Denn die Technik ist hinüber und müsste aufwendig erneuert werden. Die Kosten liegen im sechsstelligen Bereich. Und weil die Bahn für den Herbst 2018 bereits Arbeiten angekündigt hatte, sah das Referat jetzt von einer Sanierung ab. Denn für den Bau der zweiten Stammstrecke müssten zunächst Teile des Brunnens abgerissen werden, da ein neuer Mischwasserkanal verlegt wird.

Das sagt die Bahn zum Brunnen am Orleansplatz 

So weit so gut, nun jedoch ließ die Bahn mitteilen, dass für das Jahr 2018 „keine relevanten Arbeiten“ mehr geplant seien. Das Baureferat regierte am Freitag in einer eigens versandten Pressemitteilung entsprechend verschnupft. Die Aussagen der Deutschen Bahn seien „völlig überraschend und absprachewidrig“. „Das betroffene Baureferat wurde von der DB AG darüber vorab nicht informiert.“

Brunnen am Orleansplatz München
Und so sieht er aus, wenn es sprudelt. Allerdings ist die Technik marode. © Unfried

Auf diese harschen Worte reagierte die Bahn gestern auf Anfrage unserer Redaktion nicht minder verwundert. Dass keine relevanten Arbeiten mehr stattfinden würden, habe man bereits am 5. Juni dem zentralen Immobilienmanagement der Stadt mitgeteilt. Und auch darüber, dass etwa Vorabmaßnahmen durchgeführt würden, beispielsweise drei Bohrungen. „Zwei dieser Bohrungen werden zu Grundwassermessstellen ausgebaut. Diese Bohrungen dienen zur Überprüfung der Kenntnisse der Bodenbeschaffenheit und zur Beobachtung der Grundwasserstände.“ Mit den „relevanten“ Arbeiten für den Bau der zweiten Stammstrecke wird die Bahn erst im nächsten Jahr beginnen. Offenbar scheint strittig, wie der Begriff „relevante Arbeiten“ von Deutscher Bahn und Stadt jeweils interpretiert wird ...

Lesen Sie auch die große Übersicht für Haidhausen: Zweite Stammstrecke - hier wird im Stadtbezirk gebuddelt, das sagen die Anwohner.  

So sieht der Plan mit der 2. Stammstrecke aus. Anfang Juni 2018 wurde allerdings eine Planungs-Panne bei der 2. S-Bahn-Stammstrecke bekannt, die für mächtig Ärger sorgte. 

Sascha Karowski

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