Bundespolizei stellt ihn am Ostbahnhof

Mann tarnt Elektroschocker als Taschenlampe, fliegt zum Glück auf

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Der als Taschenlampe getarnte Elektroschocker.

München - Der Mann hat es geschickt angestellt, indem er einen Elektroschocker als Taschenlampe tarnte. Doch Bundespolizisten ist der unerlaubte Gegenstand aufgefallen.

Am Ostbahnhof haben die Bundespolizisten einem 27-jährigen Mann aus Polen das getarnte Elektroimpulsgerät abgenommen. Sie hatten den Mann Samstagfrüh am Eingang des Ostbahnhofs kontrolliert und dabei die Taschenlampe gefunden. "Bei näherer Betrachtung stelle sich heraus, dass es sich dabei um einen, nach dem Waffengesetz, verbotenen Gegenstand handelte. Die handelsüblich aussehende Taschenlampe hatte zwar den obligatorischen Aus- und Einschalter. Doch statt des zu erwartenden Lichtes gab sie beim Betätigen ausschließlich Elektroimpulse ab", teilte die Bundespolizei in München mit.

Es handele sich vermutlich um eine mit einfachen Mitteln selbstumgebaute Taschenlampe, der die PTB-Kennzeichnung (die Abkürzung steht für Physikalisch-Technische Bundesanstalt) fehlte. Noch werde untersucht, wie gefährlich das Ding tatsächlich ist.

Ein Atemalkohol ergab bei dem Mann 2,18 Promille. Er durfte die Wache wieder verlassen, als die Polizeiarbeit abgeschlossen war. 

Die Bundespolizei stellt klar, dass Elektroschocker vom deutschen Waffengesetz erfasst werden. Der Umgang mit ihnen sei verboten, "sofern sie nicht als gesundheitlich unbedenklich amtlich zugelassen sind und ein amtliches Prüfzeichen" tragen. Seit Januar 2011 sei nur noch der Umgang mit Elektroimpulsgeräten, die ein Prüfzeichen der PTB tragen, erlaubt.

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