Dramatischer Großeinsatz am Samstagabend

Gefährliches Spiel: Französin nackt aus Isar gerettet

München - Ein Spiel mit ihrem Freund wäre einer Französin am Samstag fast zum Verhängnis geworden. Sie wollte nackt die Isar durchqueren und verlor die Kontrolle. Sie konnte gerade noch gerettet werden.

Am Samstag um 19.40 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein: Ein junge Frau treibe nackt auf Höhe der Ludwigsbrücke in der Isar. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Frau um einen 21-jährige Französin, die zusammen mit ihrem 21-jährigen Freund von der Wiesn kam. Die Französin wollte nackt in der Isar schwimmen und unterschätzte die Gefahren des fließenden Gewässers.

Ein 47-jähriger Münchner, der die Situation bemerkte, zog sie an die Ufermauer und beide hielten sich an einem Stoffbeutel fest, den zwei junge Männer zu Wasser gelassen hatten.

Polizeibeamte der Polizeiinspektion Au stiegen auf die rutschige und schmale Ufermauer und konnten die Französin nach oben ziehen. Der 47-jährige Münchner schwamm zu einer anderen Uferstelle rund 20 Meter flussabwärts und wurde dort von Polizeibeamten der Polizeiinspektion Altstadt über die Ufermauer herausgezogen. Aufgrund ihrer Unterkühlung musste die Französin in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden. Der 47-jährige Münchner benötigte keine ärztliche Hilfe.

Auf die Nachfrage, aus welchen Gründen sie sich nackt in der Isar befunden hatte, gab die Französin an, dass sie mit ihrem Freund ein Spiel spielen wollte, dass die Aufgabe enthielt, einmal durch die Isar hin und zurück zu schwimmen.

Zwischenzeitlich alarmierte Taucher der Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber, die routinemäßig bei solchen Notrufen alarmiert werden, wurden wieder abbestellt. Es waren sechs Streifenbesatzungen der Münchner Polizei im Einsatz.

Rubriklistenbild: © Schlaf Marcus

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