Offen nicht nur für Besucher

Das ist die spektakuläre Neuerung im Deutschen Museum im Jahr 2020

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Der Entwurf zeigt: Hier oben auf dem Deutschen Museum liegt die Terrasse für die Besucher mit dem neuen Restaurant „Frau im Mond“.

Über den Dächern der Stadt und direkt an der Isar: Die Dachterrasse des Deutschen Museums ist einer der schönsten Orte Münchens – bisher allerdings weitgehend ungenutzt. Das soll sich 2020 ändern.

Wer im Deutschen Museum ganz hoch hinaus will, gelangt folgerichtig in die Raumfahrtausstellung. Künftig soll hier auch die „Frau im Mond“ zu finden sein – die neue Dachterrassen-Gastronomie des Museums. 180 Menschen sollen hier ab 2020 auf 223 Quadratmetern Platz finden und einen unverstellten Blick auf die Silhouette der Stadt und die Isar von oben werfen können. 80 Plätze sollen im Innenbereich geschaffen werden, gut einhundert auf der teilweise überdachten Terrasse.

Der Clou: Das Restaurant soll nicht nur den Besuchern des Museums offenstehen, sondern allen Münchnern – und zwar auch über die Öffnungszeiten des Museums hinaus. Die „Frau im Mond“ soll gemeinsam mit dem ersten Bauabschnitt der Neugestaltung des Deutschen Museums eröffnen. Zusammen mit der Raumfahrtausstellung werden dann insgesamt 19 neue Ausstellungen für die Besucherinnen und Besucher offenstehen.

Die neuen Barbetreiber Sascha Arnold (v. li. ), Steffen Werner und Alexander Haas.

Vom künftigen Museumsgarten an der Corneliusbrücke führt dann ein spezieller Aufzug hinauf zu der Terrasse, ohne dass die Besucher der Bar überhaupt das Museum betreten müssen. Dagmar Klauer, verantwortlich für den Museumsbetrieb, freut sich auf die neue Gastronomie: „Wir wollen die gesamte Museumsinsel für alle Münchnerinnen und Münchner öffnen. Dazu gehört auch, dass man abends von der Terrasse bei einem Drink den Sonnenuntergang über der Stadt bewundern kann.“

Dachterassen-Bar im Deutschen Museum: Von wem stammt das Konzept?

Für den Betrieb der Bar hat sich das Museum echte Dachterrassen-Experten ins Boot geholt. Das Konzept stammt von Sascha Arnold, Steffen Werner und Alexander Haas. Die drei betreiben mit dem „Flushing Meadows“ und dem Café im Vorhoelzer Forum der TU zwei der bekanntesten Dachterrassen der Stadt. Die größte Herausforderung für die Betreiber besteht darin, tagsüber die Besucher des Museums, immerhin bis zu 8000 Menschen, in das Café zu locken. Alexander Haas: „Wir legen neben der Abendbar großen Wert auf eine sehr gute Tagesgastronomie, in der wir regionale Produkte auch in Bio-Qualität verwenden – und das zu fairen Preisen.“ Auf die Preise will auch das Museum achten, schließlich stellen Familien und Schülergruppen den größten Anteil der Besucher. Mit ihrem Konzept setzen die Macher vorwiegend auf Bowls, deren Zutaten die Gäste selbst zusammenstellen können.

Am Abend soll die „Frau im Mond“ ein anderes Gesicht zeigen. Dann verwandelt sie sich in eine großzügige Dachterrassen-Bar mit einzigartiger Aussicht, in der es auch Kleinigkeiten zu essen gibt. „Wir haben schon bei unserem großen Sommerfest 2015 gesehen, was für ein Potenzial die Terrasse hat – da standen die Menschen einmal rund ums Gebäude an, um abends dort sein zu können“, erzählt der Generaldirektor des Deutschen Museums, Wolfgang M. Heckl. „Dass es an diesem Ort jetzt ein dauerhaftes und sehr attraktives Angebot geben wird, freut mich sehr.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Meine Au“.

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