Nach Rückzug von Augustiner

Café statt Biergarten? Gastro-Pläne fürs Maxwerk nicht begraben

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Verborgenes Juwel: das Maxwerk nahe dem Landtag.

Augustiner hat die Biergarten-Pläne im Maxwerk erst kürzlich begraben. Nun bringen die Grünen einen neuen Vorschlag zur Nutzung der Räumlichkeiten ein.

München - Die Pläne für eine gastronomische Nutzung des Maxwerks scheinen doch noch nicht begraben. Die Grünen im Münchner Stadtrat halten jedenfalls an der ursprünglichen Idee fest, im Maxwerk ein Café einzurichten. Am Montag hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt.

Doch für ein Café wird es wohl einen neuen Betreiber brauchen, denn wie berichtet hat sich Augustiner jüngst von der Idee einer gastronomischen Nutzung des historischen Wasserwerks verabschiedet. Die Brauerei hatte zunächst bei einer Ausschreibung der Stadtwerke München (SWM) den Zuschlag erhalten und wollte in dem denkmalgeschützten Gebäude eine Gaststätte mit Biergarten einrichten. Auch die Dachterrasse sollte genutzt werden. Das gefiel nicht jedem. Während sich die Fraktionen im Stadtrat mehrheitlich mit der Idee hätten anfreunden können, hagelte es vor allem aus dem zuständigen Bezirksausschuss Au-Haidhausen massiv Kritik.

Augustiner beugt sich dem Willen der Bevölkerung

Augustiner hatte stets betont, nichts gegen den Willen der Bevölkerung unternehmen zu wollen, reduzierte sogar die ursprüngliche Variante von 200 Plätzen auf der Dachterrasse, 150 im Innenbereich sowie einem Biergarten mit 80 Plätzen. Doch all das half nichts, die Kritik ebbte nicht ab. Im Gegenteil. Bei einem Termin der Stadtrats-CSU versammelten sich Bürger mit Plakaten zum Protest. Augustiner zog sich sodann von dem Projekt zurück, das, wie es heißt, in der abgespeckten Form ohnehin nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben gewesen wäre.

Grünen-Fraktionschef Florian Roth will das nun zum Anlass nehmen, die Stadtwerke mit der Sanierung des denkmalgeschützten Baus zu beauftragen und dort eine kleinere Gastronomie einzurichten. Vorstellbar sei etwa ein Café mit Terrassennutzung. In dem alten Laufwasserkraftwerk könnten außerdem museale Angebote gemacht werden. „Es spricht alles dafür, nun den ursprünglichen Plan einer kleinteiligeren Nutzung wieder aufzunehmen, damit dies verborgene Juwel nicht weiter in seiner äußerlichen Gestalt vernachlässigt wird und für die Öffentlichkeit versperrt bleibt.“

Sascha Karowski

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