Gesamtwert: 460.000 Euro

Mann klaut mehrere Sportwagen - und hat abenteuerliche Erklärung parat

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Der angeklagte Autodieb vor Gericht.

Ein Mann soll sündhafte teure Sportwagen mit einem Gesamtwert von 460.000 Euro gestohlen haben. Jetzt steht der 21-Jährige wegen Bandendiebstahls vor Gericht.

München - Er bedauere die Tat zutiefst, ließ der gebürtige Pole über seinen Verteidiger ausrichten. Dann erzählte der Anwalt in seinem Namen eine recht abenteuerliche Geschichte, warum Robert J. sich Mitte Dezember 2016 auf den Diebstahl aus dem Porsche-Zentrum in der Schleibingerstraße eingelassen habe. 

Demnach habe er bei einem Prozess am Amtsgericht Erding, bei dem ihm vorgeworfen wurde, einen gestohlenen Mercedes nach Polen überführen zu wollen, ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das habe einigen Leuten offenbar nicht gepasst. Unter Androhung von Gewalt sei er deshalb zu dem Diebstahl gezwungen worden.

Angebliche Hintermänner sollen Diebstahl befohlen haben

„Er hatte Angst um sich, seine Familie und seine Freundin“, sagte Anwalt Simon Bürgler. Der gelernte Automechaniker habe die Anweisung bekommen, an einem Wochenende im Porsche-Zentrum Kennzeichen von Autos abzumontieren. Während er das tat, habe er einen Anruf der Hintermänner bekommen, die drei teuersten Fahrzeuge zu stehlen. 

Nach der Tat habe er keinen Kontakt mehr zu diesen Männern gehabt und nicht gewusst, was mit den Luxus-Autos - ein weißer Porsche Panamera* und zwei Porsche 911 - weiter passiert.

Die Staatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass sich Robert J. als Mitglied einer Bande mit mindestens zwei noch Unbekannten zu Auto-Diebstählen zusammengeschlossen hat. Der Prozess dauert an.

Sie haben es nicht nur auf Autos abgesehen: Kriminelle Diebesbanden halten München ganzjährig in Atem.

*wir hatten das Fahrzeug zunächst fälschlicherweise als Porsche Cayenne Panamera betitelt

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