In der Nähe einer Grundschule

Alarm in Haidhausen: Unbekannter wollte Kinder ins Auto locken - Polizei ermittelt

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Schule in der Bazeillestraße. 

In Haidhausen wollte ein Unbekannter in der Nähe einer Grundschule zwei Mädchen in sein Auto locken. Die Polizei ermittelt.

  • In Haidhausen wollte ein Unbekannter Kinder in sein Auto locken.
  • Er erzählte, den Mädchen er haben Kätzchen im Wagen.
  • Die Polizei ermittelt.

München - Die Eltern der Grundschüler an der Bazeillesstraße in Haidhausen sind in Alarmbereitschaft: Ein Mann soll am Donnerstagnachmittag Kinder in der Orleansstraße nahe dem Ostbahnhof angesprochen und versucht haben, sie zu seinem Auto zu locken! Die Polizei ermittelt.

Mann erzählte den Kindern, dass er kleine Kätzchen im Auto habe

Die Orleansstraße ist nur wenige Gehminuten von der Grundschule an der Bazeillesstraße entfernt. Die Rektorin der Schule war von einer Mutter informiert worden, dass Kinder von einem fremden Mann angesprochen wurden. Nicht bekannt ist, auf welche Schule die beiden Mädchen im Alter von acht und zehn Jahren gehen, die der Unbekannte in ein Gespräch verwickelte. „Der Mann erzählte den Kindern wohl, er habe kleine Kätzchen in seinem Auto“, teilte die Rektorin am Freitag in einem Brief an die Eltern mit.

Die Polizei bestätigt, dass die Eltern der beiden Mädchen noch am Donnerstagabend Anzeige bei der Polizeiinspektion 21 (Au) erstattet haben. Das für Sexualdelikte zuständige Kommissariat 15 hat die Ermittlungen übernommen. Beamte fahren jetzt in dem Bereich verstärkt Streife, sowohl uniformiert als auch in zivil.

Der kleine Noah hat seiner Mutter eine klare Ansage gemacht. Die Polizei München bekam Wind von der Sache - und reagierte mit einer seltenen Einladung.

Polizei nimmt Vorfall ernst - Warnt aber vor Panikmache

Das Präsidium nimmt den Vorfall ernst und ist sensibilisiert, warnt jedoch vor Panikmache. Nach Angaben eines Sprechers ereigneten sich Fälle wie diese etwa ein- bis zweimal im Monat im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München. „Tatsächlich vollendete Taten, dass beispielsweise Kinder vor der Schule oder auf dem Heimweg entführt und missbraucht wurden, gibt es aber keine“, betont Polizeisprecher Sven Müller.

Um die Schüler zu sensibilisieren und bestmöglich zu schützen, kündigt die Rektorin in dem Elternbrief weiter an, dass die Schüler von den Klassenlehrerinnen „über das richtige Verhalten gegenüber Fremden“ belehrt würden. Ziel sei es, den Kindern „klare Verhaltensregeln zu vermitteln“ und so zu ihrer Sicherheit beizutragen. „Es wird nicht über konkrete Vorfälle gesprochen, da das bei den Kindern zu Angst oder auch zu Panik führen kann“, heißt es in dem Schreiben.

Es kommt aber immer wieder zu ähnlichen Vorfällen. Anfang 2019 versuchte ein Mann ebenfalls in der Nähe einer Grundschule Kinder in sein Auto zu locken. In Karlsfeld wurden Grundschüler im Mai 2019 von einem Mann gefragt, ob er sie fotografieren darf. Ein Bub stimmte zu.

das, weg

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