Schock beim Spaziergang

Fußgänger bricht in Gehweg ein - 15 Meter tiefes Loch

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Eine rätselhafte Entdeckung hat ein Spaziergänger neben der Inneren Wiener Straße in Haidhausen gemacht: Ein 15 Meter tiefes Loch klaffte plötzlich im Gehweg.

München - Ein Spaziergänger ist neben der Inneren Wiener Straße in Haidhausen im Gehweg eingebrochen. Unter ihm klaffte ein 15 Meter tiefes Loch. Der Mann hatte großes Glück.

Norman Wenke brach in den Gehweg ein. Er hatte großes Glück, dass er nicht in die Tiefe stürzte.

Da hat Norman Wenke eine wahre Grube ausgegraben: Am Freitagabend war er mit Frau und Sohn im Hofbräukeller am Wiener Platz essen. „Wir sind so gegen 21.30 Uhr in die Wohnung meines Sohnes zurückgelaufen“, sagte der 62-Jährige aus Gernlinden (Landkreis Fürstenfeldbruck) gestern der tz. Die Familie spazierte gemütlich die Innere Wiener Straße im Stadtteil Haidhausen auf dem Gehweg in Richtung Gasteig entlang. „Plötzlich bemerkte ich, wie ein Platte unter mir nachgegeben hat“, so Wenke. Der Pflasterstein brach ein – und mit ihm das Bein von Norman Wenke. Nachdem er seinen Unterschenkel wieder befreit hatte, brach eine zweite Steinplatte weg. Wenke leuchtete mit seinem Handy in das Loch: „Da habe ich erst gesehen, wie tief es ist! Acht bis zehn Meter, hätte ich geschätzt.“

Tatsächlich handelt es sich sogar um einen 15 Meter tiefen, gemauerten Schacht, der 70 mal 80 Zentimeter breit ist! So hat es wenig später die Feuerwehr ausgemessen. Groß genug, dass sogar ein Mensch hinunterstürzen könnte. Wenke hat sich aber zum Glück nur eine kleine Schürfwunde am Unterschenkel geholt.

Tiefes Loch im Gehweg - Feuerwehreinsatz

Innere Wiener Straße: Tiefes Loch im Gehweg - Feuerwehreinsatz

Die feuerwehr hat den gehweg mit einem Container gesichert.

Nachdem ihm klar war, dass es sich hier nicht nur um lockere Pflastersteine oder gar einen kleinen Spalt handelte, alarmierte er aber sofort die Polizei. Auch die Feuerwehr rückte an. Die Einsatzkräfte und Bauexperten der Stadtverwaltung untersuchten das mysteriöse Loch. Woher es stammt, kann derzeit nur erahnt werden (siehe Kasten rechts) – das Baureferat arbeitet an der Klärung. Offenbar wurde der Schacht aber nicht ordentlich verschlossen: Zwischen der Gehwegplatte und dem Loch war nicht einmal ein halber Meter Erde.

Die Feuerwehr hat das rätselhafte Loch jetzt jedenfalls erst einmal mit einem großen Container abgesichert und den Gehweg rund um die Stelle abgesperrt.

Tina Layes

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