Stadträtin fordert Konsequenzen

„Diese Wartezeiten sind eine Zumutung“: Kritik an KVR nimmt zu - Behörde spielt auf Zeit

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Wer derzeit das KVR am Orleansplatz aufsucht, sollte eine gehörige Portion Geduld mitbringen.

Der Ärger der Münchner über die Wartezeiten vor dem KVR in Haidhausen wächst spürbar - nun erhöht eine Stadträtin den Druck auf die Behörde.

München - Warten, warten, warten – im schlimmsten Fall stundenlang: 120 Meter lang war am Mittwochmorgen die Warteschlange vor dem Bürgerbüro am Orleansplatz, wie die tz am Freitag berichtete. Und das trotz der Umstellung auf die Online-Terminvergabe, die Wartezeiten eigentlich verhindern soll!

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) reagierte umgehend auf den Bericht über den „Warte-Wahnsinn“. In einer öffentlichen Stellungnahme räumt die Behörde ein, dass sich „aktuell“ an den auf Terminvergabe umgestellten Bürgerbüro-Außenstellen morgens vor Öffnung „zum Teil“ noch Warteschlangen bildeten. Das habe verschiedene Gründe: „Manche kennen das neue Terminvergabesystem noch nicht, andere denken, dass auch weiterhin parallel noch Wartenummern vergeben werden und wollen unter den Ersten am Serviceschaltersein.“ 

Grüne planen Dringlichkeitsantrag 

Man gehe davon aus, dass sich das erledige, wenn sich das neue System im Bewusstsein verankert habe. Alle KVR-Außenstellen seien auf das neue Terminvergabesystem umgestellt worden. Das Hauptgebäude an der Ruppertstraße folge noch, weshalb momentan im „Mischbetrieb“ gearbeitet werde. „So lange kann das neue Terminvergabesystem noch nicht seine volle Wirkung entfalten“, heißt es.

Für die Grünen im Rathaus kein Argument. Stadträtin Gülseren Demirel will im Kreisverwaltungsausschuss am 5. Juni einen Dringlichkeitsantrag zum Thema stellen. „Diese Wartezeiten sind eine Zumutung und einer Stadt wie München unwürdig. Wir erwarten, dass hier umgehend ein Konzept für rasche Abhilfe vorgelegt wird.“

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