Erster Sud angesetzt

Erstmals hausgebrautes Bier im neuen Nockherberg

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Freuen sich über den ersten Sud: (v.l.) Hausbraumeister Uli Schindler, Brauchef Christian Dahncke und Paulaner-Boss Andreas Steinfatt.

Die Geburtsstunde des „Nockherberger Hell“ – Hausbraumeister Uli Schindler, Brauchef Christian Dahncke und Paulaner-Boss Andreas Steinfatt müssen sie auf einer Baustelle zelebrieren. Denn der „Paulaner am Nockherberg“ wird gerade noch umgebaut.

München - Zur Starkbiersaison wollen die neuen Wirte Christian Schottenhamel und Florian Lechner das Traditionslokal wiedereröffnen. Und im neuen Nockherberg soll erstmals auch im Wirtshaus gebrautes Bier in die Krüge kommen, ein naturtrübes Helles. Getauft wurde es – naheliegend – auf den schönen Namen „Nockherberger“. Am Freitag setzten die Braumeister den ersten Sud für das neue Bier an. „Das könnte dann in vier Wochen etwa getrunken werden“, sagt Paulaners Erster Braumeister Dahncke.

Theoretisch, denn Gäste werden den Nockherberg erst ab Mitte Februar wieder besuchen können. Gebraut wird das „Nockherberger Hell“ nach dem nicht unkomplizierten Dreimaischverfahren, erklärt Hausbraumeister Schindler. „Aber es macht das Bier vollmundiger und gibt einen weichen Schaum.“ Neben dem Nockherberger soll es zukünftig auch ein Münchner dunkles, selbstgebrautes Bier geben: das „Barnabas“. Außerdem saisonale Biere, wie etwa zur Weltmeisterschaft. Wenn sich der Betrieb eingespielt hat, können Gäste auch abgefüllte Flaschen des hausgebrauten Bieres am Nockherberg kaufen. Zudem soll es Bier-Führungen und Verkostungen geben. Ausgeschenkt werden aber auch Paulaner-Klassiker wie der „Salvator zur Starkbierzeit oder das „Hefeweißbier naturtrüb“.

1000 Plätze im Wirtshaus, 2500 im Biergarten

Der Nockherberg ist mit bis zu 1000 Plätzen im Wirtshaus, 2500 im Biergarten und je nach Bestuhlung bis zu 4000 im großen Saal eines der größten Wirtshäuser in Bayern. 27 Jahre lang hatte es Christian Schottenhamels (Schottenhamelzelt) Wiesn-Kollege Peter Pongratz (Winzerer Fähndl) geführt, der nun mehr Zeit für die Familie haben möchte. Der Saal des Nockherberg ist schon fertig umgebaut, wirkt nun moderner und heller. Dort wird Ende Februar traditionell die berühmte Salvator-Probe mit der Fastenpredigt von Luise Kinseher als Mama Bavaria und dem Singspiel vom neuen Team Richard Oehmann und Stefan Betz über die Bühne gehen. Danach steht dann die Starkbierzeit auf dem Nockherberg an. „Wir wollen eine richtige Wiesn-Stimmung schaffen“, so die Wirte Christian Schottenhamel und Florian Lechner. Auf den Wirtshaus-Tellern landen soll modern interpretiertes bayerisches Essen – und viel Gegrilltes. Anfang Januar legen die Wirte mit Personal-Schulungen und Probekochen los. 

Lesen Sie auch: Nockherberg: Das sind die Pläne des neuen Singspiel-Duos.

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