Nachfolger von Wiggerl Hagn

Das hat der neue Wirt mit dem Unions-Bräu vor

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Igor Divjak eröffnet das Unions-Bräu im September.

München - Igor Divjak ist neuer Pächter im Unions-Bräu. Er wird die Traditionsgaststätte am Max-Weber-Platz im Herbst wiedereröffnen – und die Nachfolge von Wiesn-Urgestein Wiggerl Hagn antreten!

Über ein Jahr haben sich die Vertragsverhandlungen hingezogen, am Donnerstag gaben das Kommunalreferat der Landeshauptstadt als Eigentümerin und die GWG als Verwalterin den neuen Mieter bekannt.

Divjak (40) lernte in der Gaststätte Zum Franziskaner, führt heute außerdem das Huiras in der Fürstenrieder Straße in Laim. Zum 1. September will er das mit Garten 2000 Quadratmeter große Unions-Bräu wiederbeleben.

Ändern soll sich optisch nicht viel: „Im großen Rahmen bleibt der alte Flair erhalten“, sagt Divjak. „Das Gebäude ist denkmalgeschützt, daher kann von Grund auf nicht viel gemacht werden.“ Das Konzept: ein altbayerisches Wirtshaus, gemixt mit moderner, preislich angemessener Küche.

Ein bisserl was wird sich freilich schon tun: So kommt ins Erdgeschoss etwa eine große, u-förmige Bar, im Keller sollen künftig auch Musik- und Tanzveranstaltungen laufen. Zudem werden der Bezirksausschuss Au-Haidhausen und andere städtische Institutionen der Landeshauptstadt die Räume im Obergeschoss nutzen.

Löwenbräuzelt-Wirt Wiggerl Hagn hatte das Wirtshaus im November 2012 nach mehr als 20 Jahren aufgegeben und die Hirschau übernommen. Das riesige Haus mit 1000 Plätzen hatte sich finanziell für ihn nie rentiert.

Dass die Suche nach einem Nachfolger so lange dauerte, hat vor allem juristische Gründe. Auf der Immobilie, die einst der Spaten-Löwenbräu-Brauerei gehörte, lastet eine sogenannte Grunddienstbarkeit: „Die besagt, dass hier nur Löwenbräu ausgeschenkt werden darf“, erklärt Kommunalreferent Axel Markwardt.

Diese Einschränkung habe die Suche nach einem Wirt erschwert. Zudem sei man sich bewusst, dass das nicht-typische Gaststättengebäude (die Räumlichkeiten ziehen sich über mehrere Stockwerke) nicht einfach zu bespielen ist. Ob das dem neuen Wirt gelingt? Divjak: „Wir können nicht garantieren, dass es ein Bombengeschäft wird – aber wir probieren es!“

Christina Meyer

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