Feiern bis in die Morgenstunden

So lange darf der Blitz Club künftig geöffnet haben

Manchen erstaunt das: Lokalpolitiker gaben dem Antrag der Club-Besitzer nach, künftig bis acht Uhr morgens öffnen zu dürfen. 

Im Blitz Club darf künftig wohl länger gefeiert werden als bisher. Die Lokalpolitiker votierten in einer Bezirksausschuss-Sitzung für die Öffnung bis acht Uhr morgens.

München - Den vorübergehenden Hausherren auf der Museumsinsel im ehemaligen Forum der Technik mangelte es nicht an Gestaltungswillen. Sie waren sehr risikofreudig und haben viel Geld in die Hand genommen, um ihre Musikträume zu leben. Der Club „Blitz“ hat dann auch gut eingeschlagen. Doch nun soll der Rubel auch zurückrollen. Deshalb möchten die Betreiber ihre Disco gerne länger öffnen, was auch den Gepflogenheiten und dem Tagesrhythmus der Technoszene entsprechen würde. Erstaunlich bereitwillig unterstützen die Lokalpolitiker im Bezirksausschuss Ludwigs-/Isarvorstadt das Ansinnen.

Die Räume am Deutschen Museum sind für einen Club ein Glücksgriff, so die einhellige Meinung. Besonders, weil dort auf der Isarinsel neben den Patentämtern nicht sehr viele Menschen wohnen. Trotzdem musste der Club bisher schon immer um 5 Uhr morgens schließen. „Zum Tanzen gehen die Münchner, wie andere Großstädter, aber erst um 2 Uhr nachts aus. So ab Mitternacht beginnt unser Vorabendprogramm“, erklärte Betreiber David Muallem den Lokalpolitikern auf der jüngsten BA-Sitzung. Gemeinsam mit seinem Partner Branimir Peco warb er inständig für längere Club-Öffnungszeiten bis 8 Uhr morgens. Eines der Argumente: Auch die Anwohner hätten viel mehr Ruhe, wenn die Gäste nicht Schlag fünf Uhr alle hinausgescheucht werden, sondern nach und nach ins Freie gehen. Das leuchtete den Lokalpolitikern ein. Sie votierten einstimmig dafür, dass man im Blitz Club probeweise ein Jahr lang länger tanzen darf.

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Gut gelaufen: Blitz-Betreiber David Muallem (li.) und Branimir Peco in der Bezirksausschuss-Sitzung.

Auch vor dem Isarforum soll sich mittelfristig etwas ändern: Auf der Bücke soll ein Kiosk mit einem kleinen Warenangebot für Tag- und besonders für Nachtschwärmer eröffnet werden, bekräftigte Daniela Späth, Geschäftsführerin von Räumevermarkter und Isarforum. Sie ist für die Freischankflächen zuständig und organisiert kommerzielle Veranstaltungen in den Innenräumen. Allerdings fehlen noch die genauen Planungsunterlagen für den Kiosk. Sobald diese vorliegen, hat BA-Chef Alexander Miklósy (Rosa Liste) bereits eine eilige Behandlung versprochen.

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