Forderungen des BA

Jetzt wird’s eng auf dem Paulaner-Gelände

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Bald Vergangenheit: Der Siloturm auf dem Gelände.

München - In der Oberen Au wird es eng. Am Nockherberg, den die Paulaner-Brauerei 2016 verlässt, um nach Langwied zu ziehen, entstehen etwa 1500 Wohnungen. Lokalpolitiker fordern unter anderem mehr bezahlbaren Wohnraum und einen Jugendtreff.

Von 2017 an soll das neue Quartier gebaut werden. 3500 Menschen könnten einziehen. Der Stadtrat hat die Pläne zu den drei Teilgebieten an der Falken-, der Reger-, und der Welfenstraße durchgewinkt.

Im Bezirksausschuss (BA) sorgte die Bebauung des insgesamt zehn Hektar großen Geländes für Gesprächsstoff. Eine CSU-Anfrage gab’s zu dem Siloturm an der Ohlmüllerstraße. Was mit dem Falkenhaus passiert, wollen die Lokalpolitiker von der Stadt wissen. Denn auch der Turm wird abgerissen.

Der Verkehr in der Au wird zunehmen. Sorgen bereiten dem BA dabei Engstellen wie die Brücke an der Regerstraße – sie liegt nicht weit von dem Baugelände. Der BA forderte eine Erweiterung der Brücke etwa durch seitlich angebrachte Stege.

Druck machen die Stadtteilpolitiker auch beim sozialen Wohnungsbau. Sie verweisen auf die Möglichkeit zur freiwilligen Veräußerung von Flächen. Grünen-Stadträtin und BA-Mitglied Lydia Dietrich forderte: „Die Genossenschaften müssen da zum Zuge kommen.“ Seit Monaten habe es keine Gespräche gegeben.

Der BA vermisst ganz konkret einen zentralen Jugendtreff auf dem Bebauungsgelände. Dafür habe das Sozialreferat keinen Bedarf angemeldet, kritisiert das Gremium. Viele Familien mit Kindern würden jedoch zuziehen, warnt BA-Chefin Adelheid Dietz-Will (SPD). Vor allem für die 14- bis 19-Jährigen gäbe es in den nächsten 15 Jahren „einen steigenden Bedarf“. Denkbar wäre ein zentraler Jugendtreff etwa an der Brandwand der Gaststätte am Nockherberg gewesen. Die Stadt verweist an der Stelle auf ein neues „Spielangebot“ mit „Möglichkeit zum Streetball und Klettereinrichtungen“. Die Jugendlichen könnten sich stattdessen in den Räumen des Nachbarschaftstreffs aufhalten, das im Gebiet an der Regerstraße entsteht. Oder in den Grünanlagen, die die Bayerische Hausbau auf dem Gelände umsetzt.

Enger wird’s für Schüler. Die Stadt sucht einen Ausweg: Am Schulstandort Hochstraße entsteht eine dreizügige Grundschule mit „integrierter Ganztagesbetreuung“. Der Betrieb soll 2018 starten.

Anne Hund

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