Gewicht ein Problem?

Kini-Denkmal: Aufbau kostet Millionen

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Großes Bild: 400 Steine sind erhalten – fast alle! Kleines Bild: So sah das Kini-Denkmal einst aus

München - Die Stadt wird womöglich das Kini-Denkmal an der Corneliusbrücke wiederaufbauen - für über 1,5 Millionen Euro. Doch nicht das Geld, sondern das Gewicht könnte zum Problem werden.

Der Kini kehrt womöglich zurück – die Stadt arbeitet weiter am Wiederaufbau des Denkmals Ludwigs II. an der Corneliusbrücke. Gestern verneigte sich der Stadtrat vor dem Monarchen. Die Kosten dürften aber in märchenschlosshafter Millionenhöhe liegen. Baureferentin Rosemarie Hingerl (SPD) gab einen Zwischenbericht zu dem Projekt, das die CSU angestoßen hatte: Das Denkmal von 1910 bestand aus der 3,20 Meter hohen bronzenen Skulptur, die im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Nur die Büste steht noch im Durchgang zwischen Residenz- und Nationaltheater (eine Kopie findet sich auf der Corneliusbrücke). Der Nachguss dürfte 350.000 Euro kosten.

Seine Majestät war einst umhüllt von einer elf Meter hohen Denkmalnische, die 1969 abgebaut wurde. 400 der Natursteine sind noch erhalten. Darunter auch die früher oben aufgesetzte Krone, die jahrelang als verschollen galt und von der tz im April aufgespürt wurde – in einem Hof in der Franziskanerstraße! Den schwierigen Wiederaufbau taxiert das Baureferat auf 1,5 Millionen Euro. Dazu kommen die Kosten für Terrasse, Treppe und Fundament. Unklar ist nämlich noch, wie groß der Aufwand wird, damit das Flussbett das 170 Tonnen schwere Denkmal noch trägt. Davor soll das Planungsreferat den Fall prüfen.

DAC

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