Bei Kontrolle aufgeflogen

28-Jähriger für fast 4000 Euro schwarzgefahren

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Bei einer Fahrschein-Kontrolle haben Bundespolizisten einen dicken Fang gemacht.

München - Erst sah alles so aus, als hätten die Beamten der Bundespolizei einen ganz normalen Schwarzfahrer erwischt. Doch bei der Überprüfung stelle sich heraus - die Schwarzfahrt war nur die Spitze des Eisbergs...

Für die Bundespolizeibeamten am Ostbahnhof hat sich ein alltäglicher Einsatz zum Mammutfall entwickelt, für einen 28-Jährigen aus Leverkusen endete der Tag in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

Am Dienstagmorgen, 21. April, gegen 9.55 Uhr wurden die Beamten von Fahrscheinkontrolleuren gerufen, um die Personalien eines jungen Mannes festzustellen. Sie hatten einen 28-Jähriger in der S8 vom Flughafen ohne Fahrkarte erwischt. Der junge Mann konnte sich außerdem nicht ausweisen. Auf dem Revier stellten die Beamten fest, dass er die Selbstauskunft mit falschen Personalien ausgefüllt hatte.

Und dass mit gutem Grund: Bei der Überprüfung seiner echten Identität stießen die Bundespolizisten auf einen offenen Haftbefehl. Der 28-Jährige hatte eine Geldstrafe aufgrund einer Verurteilung wegen Diebstahls in Höhe von 270 Euro nicht beglichen. Im Laufe der Ermittlungen kamen außerdem drei weitere offene Fälle aus diesem Jahr wegen Fahrens ohne Fahrkarte zu Tage.

Und damit nicht genug - bei der Deutschen Bahn hat der gebürtige Leverkusener 64 offene Fälle wegen Fahrens ohne Fahrkarte aus den Jahren 2014 und 2015 in Höhe von 3883,40 Euro.

Der 28-Jährige konnte die offene Geldstrafe aus dem Haftbefehl nicht begleichen. Die Beamten brachten ihn deshalb die Justizvollzugsanstalt Stadelheim. Die Ermittlungen aufgrund Erschleichens von Leistungen und versuchten Betrugs dauern an.

mm/tz

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