Zwischenfall am Ostbahnhof

Mann bedrängt und schlägt 18-Jährige: Zeugen stoppen Angreifer

Opfer eines brutalen Übergriffs wurde eine 18-Jährige am Donnerstag am Münchner Ostbahnhof, wo ein Mann die junge Frau bedrängte anschrie und verletzte. Zeugen der Szene griffen ein und halfen der Frau.

München - Im Bereich des Haupteinganges des Ostbahnhofes ging ein 27-jähriger Ghanaer am Donnerstag um 11.50 Uhr plötzlich auf die 18-Jährige los, wie die Polizei berichtet. Der 27-jährige folgte ihr, sprach sie mehrmals an und versperrte ihr den Weg, worauf sie jedoch nicht reagierte. Plötzlich packte der Asylbewerber die Frau im Nacken, zog sie an sich heran und schrie sie an, so die Polizei. 

Ein 58-jähriger Zeuge, der die Szene beobachtet hatte, griff couragiert ein und eilte der jungen Frau zu Hilfe. Gleichzeitig wies der Helfer weitere Passanten an Sicherheitskräfte zu verständigen. Die 18-Jährige machte dem Ghanaer nochmals unmissverständlich klar, dass er sie in Ruhe lassen soll.

Nach Aussage der jungen Frau hielt er sie zunächst noch an den Haaren fest, ließ kurzfristig von ihr ab und schlug ihr als sie gehen wollte noch gegen die Schläfe. Daraufhin kamen der Wasserburgerin mehrere Personen zu Hilfe und der Münchner behielt den Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei im Blick.

Auch gegenüber den Polizisten, vor denen der Ghanaer zunächst zu flüchten versuchte, verhielt er sich höchst aggressiv und unkooperativ. Letztendlich leistete er gegen die getroffenen Maßnahmen Widerstand und versuchte die Bundespolizisten zu verletzen und beleidigte diese, so die Polizei.

Der 27-Jähirge muss sich nun wegen Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Er wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Die junge Frau aus Wasserburg klagte über Nackenschmerzen und war durch den Vorfall sehr aufgelöst, heißt es weiter im Polizeibericht.

js

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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