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Am Mariahilfplatz

Die Letzte des Jahres: Bald ist wieder Kirchweihdult

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Am 17. Oktober startet die Kirchweihdult auf dem Mariahilfplatz.

München - Letzte Möglichkeit für einen Dult-Bummel: Am 17. Oktober öffnet mit der Kirchweihdult die letzte der drei Auer Dulten am Münchner Mariahilfplatz. Hier gibt's alle Infos.

Neun Tage lang bis zum 25. Oktober ist rund um die Mariahilfkirche Gelegenheit zu einem Bummel über die kleine Budenstadt. Zum gemütlichen Einkaufen, gut Essen und Trinken und fröhlichem Karussellfahren laden insgesamt 289 Marktkaufleute und Schausteller ein.

Zum Stöbern und Entdecken von Nutzlosem und handfest Praktischem ist die Dult ein wahres Dorado. An den 104 Ständen, wo es vom Allzweckputzmittel bis zur Zimtsohle und von Kunst bis Krempel alles gibt, was das Herz begehrt, kann man sich noch einmal eindecken, um die Zeit bis zur Maidult im kommenden Frühjahr zu überbrücken.

Familientag auf der Kirchweihdult

Auf der Dult geht es etwas ruhiger zu als auf der Wiesn: Der überschaubare Schaustellerteil mit vielen Kinderfahrgeschäften ist speziell für jüngste Dultgäste ein Erlebnis. Das Kasperltheater zeigt seine Stücke, noch einmal treten im Flohzirkus die kleinen Artisten auf. Wellenflug, Russenrad und Autoskooter laden ein. Schießbuden, Pfeilwerfen und Entenangeln stellen die Geschicklichkeit auf die Probe. Am Dienstag, 20. Oktober 2015, gibt es Ermäßigung bei den Fahr- und Eintrittspreisen im Schaustellerteil. 

Kulinarisches auf der Dult

Der Imbiss „Kleiner Gaumenschmaus“ bringt die vom Oktoberfest bekannten Spezialitäten „Weißwurstleberkäs“ und „Schinkensemmel mit Halsgrat“ auf die Dult. Auch die Fischer Vroni hat ihr Zelt auf dem Mariahilfplatz aufgeschlagen. Hier werden noch Wiesn-Gutscheine angenommen. Passend zum Herbst gibt's heiße Maroni und Schlehenglühwein. Im Dult-Café warten Apfelkücherl und heiße Schokolade.

Kirchweihdult historisch

1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor der Vorstadt Au das Recht, zweimal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. So fanden ab 1799 jeweils im Mai und Oktober rund um die – damalige - Wallfahrtskirche Mariahilf die viel besuchten Dulten statt. Ursprünglich bedeutete der Name „tult“ oder „Dult“ Kirchenfest. Während eines solchen Festes, in der Regel zu Ehren eines Heiligen, wurden um die Kirche Verkaufsstände aufgebaut und Waren feilgeboten. Im Laufe der Zeit veränderte das Wort langsam seine Bedeutung und stand nicht mehr für „Kirchenfest“, sondern für „Jahrmarkt“. Die Auer Kirchweihdult erinnert an den Ursprung dieser traditionsreichen Veranstaltung, deren Wurzeln im 14. Jahrhundert liegen.

Mariahilf lädt ein

Die Kirchweihdult rund um die Mariahilfkirche findet in nachbarschaftlicher Nähe zur Pfarrei Mariahilf statt. Wer ein bisschen Abstand vom quirligen Dult-Treiben haben möchte, kann sich in der Pfarrkirche eine Ausstellung von Ölgemälden, Aquarellen und Zeichnungen anschauen, die Männer aus der Obdachlosenunterkunft in der Chiemgaustraße geschaffen haben. „Auf diese Weise können Menschen, die sonst kaum Anerkennung in der Öffentlichkeit erfahren, zeigen, was in ihnen steckt“, begründet Stadtpfarrer Michael Schlosser die Erlaubnis zu der Bilderausstellung in seiner Kirche. Die Ausstellung ist vom 11. Oktober bis 13. November zu sehen (www.mariahilf-muenchen.de).

Verkaufs- und Betriebszeiten

Verkaufszeiten täglich: 10 – 19 Uhr Betriebszeiten der Schaustellergeschäfte täglich: 10.30 – 19 Uhr.

Anfahrt

Im Bereich der Dult rund um den Mariahilfplatz bestehen keine Parkmöglichkeiten. Die Besucher werden deshalb gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Mit der MVG ist die Auer Dult mit den Bussen 52 und 62, dem Schienenersatzverkehr der Tramlinie 17 sowie mit der U1/2 (U-Bahn-Stationen Fraunhoferstraße oder Kolumbusplatz) gut zu erreichen.

mm/tz

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