Jetzt offiziell

Markt am Wiener Platz bleibt, wie er ist

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Der Widerstand gegen die geplanten Sanierungen, ja sogar Abrisspläne war groß in Haidhausen. 

Der Streit um die Sanierung des Marktes am Wiener Platz scheint endgültig befriedet zu sein. Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stadt und der Münchner CSU wurde nun noch einmal deutlich, dass der Wiener Platz sein Gesicht behalten wird.

München - Das heißt: Alle Händler bleiben, dasselbe gilt für das Ensemble und den Innenhof. Die Sanierung wird im Bestand erfolgen, sodass kein Händler weichen muss. 

Ursprünglich hatte es Pläne gegeben, die historischen Standl abzureißen. Moderne Hygiene- und Brandschutzvorschriften würden die Stadt dazu zwingen, hieß. Gegen diese Pläne gab es große Proteste in Haidhausen. Auch der örtliche CSU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger kritisierte den beabsichtigten Umbau scharf. Bis OB Dieter Reiter (SPD) ein Machtwort sprach und anordnete, die Standl sollen bleiben. 

Laut Stefinger hat Markthallen-Chef Boris Schwartz das Sanierungskonzept bei einem Ortstermin noch einmal erläutert – und offenbar alle vormaligen Kritiker besänftigt. Stefinger erklärte nun: „Unser Einsatz hat sich gelohnt. Der Abriss ist vom Tisch.“ Er rechnet allerdings nicht mit einer raschen Sanierung, weil zuvor der Elisabethmarkt dran sei. Stefinger rechnet mit einem Baubeginn nicht vor 2022. 

Gemäß den Plänen soll die Triangel-Form des Marktes am Wiener Platz bestehen bleiben, die Häuschen werden weitestgehend an Ort und Stelle ertüchtigt. Stefinger zufolge soll ein Schandfleck des bisherigen Marktes verschwinden: der Geldautomat. Dort befanden sich früher die zwei „Ganserl-Stände“. Nun soll dort der Obst- und Gemüsestand seinen Platz finden. An den jetzigen Obststand wird wiederum der Eisstand verlagert.

Lesen Sie auch unsere große Jahresvorschau für den Stadtbezirk: Das bringt 2017 für die Au und Haidhausen

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