Schandflecken der Landeshauptstadt

München marode: Hier verfällt die Stadt

Preysingstraße
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Preysingstraße: Nikolaus Haeusgen ärgert sich über das Haus an der Preysingstraße.
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Schwanthalerstraße 119: Für das Anwesen wurde im Oktober 2013 eine Baugenehmigung für den „Neubau eines Wohnhauses mit Hotel, Gastronomie und Tiefgarage“ erteilt. Laut Stadt ist die Baugenehmigung noch bis Oktober 2017 gültig und kann auf Antrag des Bauherrn jeweils um zwei Jahre verlängert werden.
Implerstraße 1
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Implerstraße 1: Einst gab dieses Haus der Tiertafel Obdach. Doch die musste zum 30. September 2014 ausziehen. Der Mietvertrag wurde aufgrund des schlechten Zustands des Gebäudes vom Vermieter gekündigt. An dem Zustand hat sich augenscheinlich aber nichts geändert.
Südliche Auffahrtsallee 46
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Südliche Auffahrtsallee 46: Seit fast 20 Jahren verfällt das Haus in Nymphenburg. Ab und an ...
Südliche Auffahrtsallee 46
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... kommen Obdachlose ins Nobelviertel. Die Zukunft ist ungewiss. Laut Stadt liegen weder ein Vorbescheids- noch ein Bauantrag vor.
Holzapfelstraße 10
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Holzapfelstraße 10: Pläne für das marode Gebäude gibt es bereits seit 2011. Damals wurde ein Antrag für den Ausbau des Dachgeschosses gestellt. Außerdem sollten neue Wohnungen entstehen, Treppe, Aufzug und Balkone. Das ist auch bereits alles genehmigt. „Nachdem die Genehmigung bereits einmal verlängert wurde, gilt sie derzeit bis Januar 2017“, sagt ein Sprecher des Planungsreferates.

München - Kaputte Fenster, Schmierereien an den Wänden, maroder Leerstand: In München steht so manches Gebäude, das man als Schandfleck bezeichnen könnte. Die tz zeigt München von seiner unschönen Seite.

Hier zeigt sich München von seiner schlechten Seite: Schmierereien an der Fassade, die bröckelnden Wände werden von Pfeilern gestützt. Und die Fensterscheiben sind zerstört. Das Haus am Preysingplatz 8 ist ein Schandfleck. Und das seit Jahren! Lokalpolitiker sind verstimmt. Sie fordern die Stadt zum Handeln auf. Aber der sind die Hände gebunden.

Nikolaus Haeusgen ärgert sich maßlos. „Das ist schon ein schlimmer Zustand, und es geht seit bald 20 Jahren so.“ Mit einem Antrag hatte der CSU-Politiker Antworten von der Stadt gefordert. Ob man den Eigentümer nicht zu einer Sanierung verpflichten kann? Ob überhaupt etwas geplant ist, ein Abriss oder ein Neubau? „Ich wollte auf das Problem aufmerksam machen. Das Gebäude wurde ja schon im vergangenen Jahrtausend für unbewohnbar erklärt.“

Die Stadt kann aber auch nicht helfen. Das Haus ist in Privatbesitz. Demnach ist dem Eigentümer überlassen, was mit dem Gebäude passiert. Pläne gibt es aber wohl. Dem Vernehmen nach können sich Stadt und Eigentümer aber nicht einigen.

Die Verwaltung indes kann nur handeln, wenn Gefahr besteht, etwa für Passanten. Dies sei jedoch nicht so, sagt die Stadt. Haeusgen sieht das anders. „Es besteht Verletzungs- und Vandalismusgefahr.“ Im Vorgarten habe sich das Gelände abgesenkt, der niedrige Drahtzaun reiche nicht aus, um etwa spielende Kinder vom Betreten des maroden Grundstücks abzuhalten.

Leerstand in München – trotz der Wohnungsnot ist das in der Stadt ein Thema. Die Leerstandsmelder von Leerstand089 haben längst entnervt das Handtuch geworfen. Die ehrenamtliche Arbeit wurde zu viel. Die Stadt sollte sich kümmern, eine Stelle in der Verwaltung schaffen. Nach tz-Informationen gab es auch schon ein erstes Treffen, ein zweites ist geplant. Ein Ergebnis steht aus.

Der Schandfleck am Preysingplatz ist nicht der einzige in der Stadt. In der Fotostrecke oben zeigen wir, wo München sich noch von seiner unschönen Seite zeigt. 

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