Streit um Projekt in Haidhausen

Maxwerk: Ärger um Brauerei-Plan

München - Die Pläne für eine Gaststätte im historischen Maxwerk sorgen bei Politikern in Haidhausen für Unmut.

Augustiner will hier einen Café- und Gastrobetrieb mit mehr als 400 Sitzplätzen errichten. Am Dienstag hat Brauerei-Chef Martin Leibhard in einer Sitzung des Bezirksausschusses (BA) erstmals über Details informiert: 80 Sitzplätze im Erdgeschoss, 68 im Obergeschoss. Die Küche soll mit 29 Quadratmetern recht klein werden. Auf der Dachterrasse sind 200 Plätze geplant, dazu 80 Außenplätze auf der asphaltierten Fläche neben dem Gebäude. Es entstehe hier kein Biergarten, betonte er, sondern ein „Wirtsgarten“ mit einem bedienten Bereich. Die Mehrheit der BA-Mitglieder hält die Pläne für überdimensioniert: Der Lieferverkehr könnte die Idylle im Landschaftsschutzgebiet erheblich stören, sagen sie. Und der Parkdruck im Viertel werde wachsen.

Augustiner-Verkaufsleiter Ralph Schömig versuchte, zu beschwichtigen. Er stellte klar, dass der Rad- und Fußweg vom Landtag her von kleineren Fahrzeugen zur Anlieferung genutzt werden könnte. Nur einmal in der Woche sei eine Bierlieferung geplant – mit höchstens Siebeneinhalbtonnern.

Die Pläne sind offiziell noch nicht eingereicht. Am Ende liegt die Entscheidung bei der Verwaltung, zuvor wird sich noch einmal der Stadtrat mit der Sache befassen.

Anne Hund, Sascha Karowski

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