DNA-Abgleich soll Aufschluss bringen

Messermann von Nürnberg: Stach er auch in München zu?

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Ein DNA-Abgleich soll nun zeigen, ob es nach den Messer-Attacken in Nürnberg eine Verbindung zu einem ähnlichen Fall in München gibt.

Der Nürnberger Messerstecher - war er auch schon in München aktiv? Ein Verdacht bringt den Angriff am Rosenheimer Platz in Verbindung.

München - Die Spur des mutmaßlichen Messerstechers von Nürnberg zieht sich durch ganz Deutschland. Am vergangenen Donnerstag stach Daniel G. (38) in Nürnberg innerhalb von drei Stunden drei Frauen (26, 34, 56) nieder. Die Opfer überlebten. Die Soko „Johannis“ der Nürnberger Kripo prüft nun, ob G. auch als Täter für ähnliche Fälle infrage kommt. Gar in unserer Stadt? Erst Ende November ist eine junge Frau in München bei einem Raubüberfall mit einem Messer schwer verletzt worden!

DNA-Probe: Gibt sie Aufschluss?

Noch könne man diesen Verdacht nicht bestätigen, so ein Polizeisprecher auftz-Nachfrage. Derzeit werden die DNA-Spuren von Daniel G. mit den Merkmalen des Täters von der Hochstraße abgeglichen. Die Beschreibung des Mannes, der am Abend des 27. November in der Au eine 31-Jährige zunächst um rund 20 Euro beraubt und danach eiskalt niedergestochen hatte, würde jedenfalls auf Daniel G. passen. 

Das Opfer beschrieb den Angreifer damals als rund 30 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß. Außerdem soll er akzentfrei Hochdeutsch sprechen. Laut Zeugenaussagen flüchtete der Täter in Richtung Rosenheimer Straße – und wurde seitdem nicht mehr gesehen.

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Daniel G. hat keinen festen Wohnsitz

Tauchte er schließlich in Nürnberg auf? Gut möglich, denn einen festen Wohnsitz hat Daniel G. nicht. Zuletzt war er in einem Obdachlosenheim in Berlin gemeldet. Laut den Ermittlern war der heute 38-Jährige die Hälfte seines Lebens mit dem Gesetz in Konflikt. So saß der gebürtige Thüringer wegen Diebstahl und Körperverletzung im Gefängnis. 

Ein Auszug aus dem Bundeszentralregister belegt Daniel G.s kriminelle Energie: Ganze 18 Mal ist er vorbestraft. Das Adoptivkind verbüßte mit 18 Jahren seine erste Haftstrafe, nachdem er in Münchenbernsdorf (Thüringen) ein altes Rittergut angezündet hatte. Seine bis dato schlimmste Tat: Im Jahr 2002 vergewaltigte Daniel G. eine Frau, wurde dafür zu einer Jugendstrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt.

2005 stand er in Nürnberg vor Gericht

2005 stand er in Nürnberg wegen schweren Bandendiebstahls vor Gericht. Nach den brutalen Attacken auf die drei Frauen will die Staatsanwaltschaft nun einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes eröffnen. Daniel G. droht lebenslange Haft.

Johannes Heininger

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