Jetzt wurde er gestoppt

Mieser Trick: Verkäufer betrügt Kaufhaus wochenlang

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Die Kaufring-Filiale am Ostbahnhof.

München - Ein Mitarbeiter des "Kaufring" am Ostbahnhof hat über Wochen seinen Arbeitgeber übers Ohr gehauen. Jetzt ist er aufgeflogen.

Um welche Waren er seinen Arbeitgeber wohl alles erleichtert hat? Ein Mitarbeiter des "Kaufring" am Ostbahnhof ist jetzt mit seiner miesen Masche aufgeflogen. Durch Zeugenaussagen, Detektive und Videoaufzeichnungen konnte der 46-Jährige überführt werden.

Laut Polizei gab er immer wieder Waren an einen bestimmten Personenkreis heraus, ohne dass diese dafür bezahlen mussten. Er täuschte einen Kauf für Außenstehende vor, indem er die Waren an der Kasse einscannte, entsicherte und anschließend in Tüten verpackte. Nach dem vermeintlichen Verkauf löschte er die bereits eingescannten Waren wieder aus dem Kassensystem, sodass es zu keiner Speicherung der ausgegebenen Waren gekommen ist und der Trick zunächst nicht auffiel.

Nach der Übergabe der Tüten verabschiedete sich der angebliche Kunde bei dem 46-Jährigen per Handschlag. Bei diesem wurde dann auch gleich heimlich der vereinbarte Geldbetrag übergeben. Außerdem erhielt der Verkäufer offensichtlich auch Bestellungen auf seinem Handy, die er bis zur Abholung durch den Komplizen unter der Kasse lagerte.

Den Trick wendete der Mann offenbar von Anfang Dezember bis Anfang Januar an. Jetzt konnte er gestoppt werden. Vergangenen Donnerstag wurden bei dem 46-Jährigen und seinem Komplizen richterliche Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen. Der Verkäufer hat ein Teilgeständnis abgelegt, er und vier weitere Beschuldigte wurden inzwischen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

mm

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