Tierischer Psychothriller

Mit anonymem Brief: Unfassbare Katzen-Entführung in Haidhausen

Coco in voller Pracht.

Unfassbare Katzen-Entführung in Haidhausen. Dort wurde die Katze einer Familie entführt - inklusive eines anonymen Bekennerschreibens.

München - Gut 14 Jahre lang war Coco ein geliebtes Mitglied der Familie M. in Haidhausen. Doch seit drei Wochen ist der weiße Perserkater verschwunden – wohl gestohlen von jemandem, der die Katzenbesitzerin als Tierquälerin beschimpft! Melanie M. und ihre Familie sind fassungslos.

Eva-Maria M. ist verzweifelt, und hofft, dass jemand Hinweise auf Coco hat oder ihn im Tierheim abgibt.

Wie jede Nacht war Coco auch am 25. April in der Früh um drei Strawanzen gegangen – doch am Morgen kehrte er nicht zurück, um sich sein Frühstück und seine Streicheleinheiten bei Melanie M., Tochter Ariadna und Mutter Eva-Maria (72) an der Einsteinstraße/Ecke Seeriederstraße abzuholen. „Als er mittags noch nicht da war, wusste ich: Da stimmt etwas nicht“, sagt Eva-Maria M. In ihrer Sorge – Coco braucht spezielles Futter – hängten die Frauen Suchplakate auf und setzten eine Belohnung von 100 Euro aus.

Das unfassbare Bekennerschreiben (zum vergrößern bitte rechts oben klicken).

Am Tag darauf bekam Melanie M. dann einen geheimnisvollen Anruf: „Ein Mann mit älterer Stimme sagte mir, er habe meine Katze. Und wollte meinen Namen und meine Adresse.“ Am nächsten Tag lag dann ein anonymer Brief im Postkasten der Münchnerin. Verfasser: offenbar der mysteriöse Anrufer… Auf der DIN-A4-Seite stand in Schreibmaschinenschrift, man habe die Katze gefunden und bei ihr abliefern wollen. Und, so weiter: „Meine Frau und vor allem meine Kinder waren aber damit nicht einverstanden.“ Denn Melanie M., so der Vorwurf, lasse ihre Katze frei laufen. „Eine Katze ist kein Freiläufer, sondern ein Haustier und der Tierhalter hat die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Katze im Haus bleibt“, steht im Brief. Melanie M. ist geschockt – vor allem über das Ende des Entführertexts: „Sie irren sich auch, wenn Sie von ,verschleppt‘ auf Ihrem Plakat schreiben. Kein Mensch hat Lust, eine 14-jährige zerzauste Katze zu ,verschleppen‘, denn solche Tiere will niemand haben. Für unsere Kinder sind Sie eine Tierquälerin!“ Sieht Melanie M. ihren Coco nie wieder? Immer wieder entferne jemand die Suchplakate, die sie aufhängt. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei, bislang ohne Erfolg. Wer kann uns nur so etwas antun?“, fragt sie. „Meine Mutter weint Tag und Nacht, auch meine Tochter nimmt alles sehr mit.“
Das Tierheim versucht, den Frauen zu helfen. Wer Coco gesehen hat, sollte sich bei Eveline Kosenbach in der Vermisstenstelle melden unter Tel. 0157/321 79 352. 

Unsere wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Haidhausen - mein Viertel“.

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