Frau (91) in Wohnung umgebracht

Mord in der Au: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Ermittler nach der Tat im Hof ...

München - Geht es nach der Münchner Staatsanwaltschaft, kommt der mutmaßliche Mörder von Anna Sondermaier (†91) endlich vor Gericht. Das bestätigte nun Peter Preuß, stellvertretender Oberstaatsanwalt, gegenüber der tz!

 Die Ermittler sind davon überzeugt, dass der 51-jährige Marc K. (tz berichtete) die wehrlose Rentnerin im Juli vergangenen Jahres in ihrer Wohnung in der beschaulichen Au umgebracht hat.

Motiv: Offenbar suchte sich der Täter Anna Sondermaier als zufälliges Opfer aus. Möglicherweise war die Situation eskaliert, als Trickdieb Marc K. die Witwe um ihr eisern Erspartes bringen wollte. Die Anklage wird nun vom Münchner Landgericht geprüft – eine Verhandlung steht wohl bald bevor.

„Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Mord in Tateinheit mit Diebstahl“, sagt Peter Preuß. Ins Visier der Ermittler geriet Marc K. weil drei vorangegangene Diebstähle mit ihm in Verbindung gebracht werden konnten. Preuß: „Es gab ähnliche Vorfälle in einer Tankstelle und bei zwei weiteren Senioren.“ Am 16. Juli soll er sich bei einer Renterin in der Tegernseer Landstraße als Putzmann ausgeben haben und mit einer Schmuckschatulle geflüchtet sein. Dort hat K. offenbar seine Spuren hinterlassen. Ebensolche Spuren, die vermutlich auch an der Leiche und in der Wohnung von Anna Sondermaier in der Dollmannstraße gefunden wurden. Und auch hier hat sich K. wohl unter falschem Vorwand Zutritt in die Wohnung verschafft. Der für die 91-Jährige entscheidende Unterschied: Sie ist dem Täter offenbar auf die Schliche gekommen. Dafür musste sie sterben.

... und im Haus.

Marc K. gilt als Berufskrimineller, wird bei der Polizei mit 32 Vorstrafen geführt und fünf Tage nach dem Mord an Anna Sondermaier bei einer Freundin in deren Wohnung gestellt. Die Festnahme erfolgte durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) mit Helm, Schutzweste und Maschinengewehr. Seitdem sitzt der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft. „Er ist nach wie vor dringend tatverdächtig“, betont Peter Preuß. Sollte er am Ende verurteilt werden, droht dem 51-Jährigen lebenslange Haft.

Johannes Heininger

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