Wegen der Griechen-Pleite

500 Wohnungen weniger am Ostbahnhof

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So soll das Werksviertel aussehen

München - Auf dem ehemaligen Kunstpark-Gelände am Ostbahnhof sollten eigentlich bis zu 1500 Wohnungen entstehen. Doch wegen der Griechen-Pleite kommt es dazu nicht. Lesen Sie hier die genauen Gründe.

Wohnungen sind in München Mangelware. Auf dem ehemaligen Kunstpark-Gelände am Ostbahnhof sollten eigentlich bis zu 1500 Wohnungen entstehen. Nun werden nur maximal 1000 geplant, weil es nicht genügend Kapazitäten für Grundschulkinder in Berg am Laim gibt. Dabei hätten die Griechen ein Schul-Grundstück in der Nähe, das sie so schnell nicht brauchen.

Das Grundstück an der Hachinger-Bach-Straße hatte der griechische Staat 2001 der Stadt abgekauft, weil er dort eine griechischsprachige Grundschule errichten wollte. Doch angesichts der Finanzkrise kommt der Schulbau nicht voran. Hoffnungen, dass die Griechen den Grundstückskauf wieder rückgängig machen, waren aber vergebens. So erklärte jüngst Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) auf eine Anfrage der Rathaus-CSU zum Thema: Die Griechen hätten „in sämtlichen Verhandlungen beteuert, an dem Projekt weiter festshalten zu wollen, was eine einvernehmliche, schnelle außerordentliche Rückabwicklung des Vertrages eher unwahrscheinlich macht“.

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Nun ärgert sich Michael Mattar, OB-Kandidat und Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion: „Aufgrund der Schwierigkeiten mit der Griechischen Republik bei der Rückabwicklung des Grundstückskaufvertrages der geplanten Griechische Schule wird ein für München wichtiges Grundstück blockiert.“

Um zu verhindern, dass am Ostbahnhof weniger Wohnungen gebaut werden, fordert Mattar nun, die Erweiterung bestehender Grundschulen in der Umgebung zu prüfen, auch der Bau einer „zusätzliche, kompakten zweizügige Grundschule“ auf dem Gelände selbst zu prüfen. Mattar: „Hamburg hat dies beispielhaft in der Hafencity verwirklicht und notwendige Freiflächen für die Grundschule auf dem Dach der Grundschule ausgewiesen."

Johannes Welte

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