Maskenpflicht in Bayern

Mann eskaliert am Ostbahnhof, weil er keine Corona-Maske tragen will - seine Beschimpfungen sind bizarr

Menschen gehen durch eine Bahnhofspassage in München.
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Am Ostbahnhof in München musste die Bundespolizei einen Masken-Verweigerer in die Schranken weisen. (Symbolbild)

Am Mittwoch wiesen Polizisten einen 20-jährigen Mann am Ostbahnhof in München auf die Maskenpflicht hin. Der Mann reagierte sehr aggressiv. Er beleidigte die Beamten und griff sie an.

  • Seit dem 27. April herrscht in ganz Bayern in Geschäften und im Nahverkehr eine Maskenpflicht. Die Regel gilt auch an den Bahnhöfen und Stationen im Land.
  • In der bayrischen Landeshauptstadt München halten sich nicht alle konsequent an die Corona-Verordnung.
  • Am Mittwoch wiesen Polizisten einen 20-Jährigen auf die Maskenpflicht hin. Der reagierte ausgesprochen aggressiv und griff die Beamten an.

München - Aufgrund des Coronavirus gilt in Bayern seit dem 27. April eine Maskenpflicht in Geschäften und dem Nahverkehr. Mund und Nase müssen nicht nur in den Verkehrsmitteln bedeckt werden, sondern auch an Bahnhöfen und Stationen. Das schien ein 20-Jähriger in München nicht so genau zu nehmen. Er war am Mittwoch ohne Mundschutz am Ostbahnhof unterwegs. Bundespolizisten sprachen ihn auf den Verstoß gegen die Corona-Verordnungen in Bayern an. Der Mann verhielt sich äußerst aggressiv. Im folgenden Verlauf beleidigte er die Beamten und griff sie an. Die Polizisten nahmen ihn fest. Auch bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand.

Coronavirus München: Polizei weist Mann auf Maskenpflicht hin - Situation eskaliert

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion München, waren am Mittwoch Bundespolizisten auf Streifgang im Münchner Ostbahnhof unterwegs. Gegen 8.30 Uhr fiel den Beamten ein junger Mann auf, der es mit der geltenden Maskenpflicht an Bahnhöfen scheinbar nicht so genau nahm. Er war nämlich ohne eine Mund-Nase-Bedeckung unterwegs. Die Polizisten wiesen den 20-Jährigen auf die in Bayern geltende Maskenpflicht hin. Der Mann reagierte nach Angaben der Polizei äußerst aggressiv auf den Hinweis.

Der 20-Jährige zog laut der Polizei nur widerwillig sein T-Shirt über Mund und Nase. Anschließend wollte er sich entfernen und so einer Kontrolle durch die Beamten der Bundespolizei entgehen. Da die Polizisten jedoch die Identität des Maskenverweigerers feststellen wollten, packte ihn einer der Beamten am Arm. Der Mann reagierte nach Angaben der Polizei, in dem er den Polizisten gegen eine Wand stieß. Daraufhin beschwerte er sich über Polizeigewalt gegen Ausländer und beleidigte die Beamten. Laut Angaben der Polizei habe es sich bei dem Mann nicht um einen Ausländer gehandelt, sondern um einen in München geborenen Deutschen.

Coronavirus München: Mann wehrt sich gegen Festnahme - „Rassisten“

Die Beamten der Bundespolizei fesselten den aggressiven 20-Jährigen und brachten ihn auf die Dienststelle. Auch bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand und beschimpfte die Beamten als „Rassisten“. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzte die Polizei den 20-Jährigen wieder auf freien Fuß. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Ende Juni weigerte sich ein Mann am Bahnhof Sendlinger-Tor-Platz eine Maske zu tragen. Der Münchner löste einen heiklen Einsatz aus. Die Polizei lies sogar die U-Bahnen stoppen. Nachdem Polizisten an ihn herantraten, reagierte der 25-Jährige mit Schlägen und Tritten, sodass er auf dem Boden fixiert werden musste. Auch dabei leistete er Widerstand, beleidigte die Beamten und spuckte sie an. Mit mehreren Beamten konnte der 25-Jährige nach Einsatz der Handschellen an die Oberfläche und anschließend zu einer Polizeiinspektion gebracht werden, wo er in Gewahrsam genommen wurde. 

Ein Corona-Masken-Problem hat aktuell auch Frank-Walter Steinmeier am Hals. Der Bundespräsident, der sonst als großer Mahner auftritt, hat im Urlaub für einen Fauxpas gesorgt. Häme gibt es dafür im Netz.

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