Faustschlag ins Gesicht

Am Ostbahnhof: Falscher Security-Mann schlägt grundlos auf Rettungssanitäter ein

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Am Münchner Ostbahnhof hat ein falscher Security-Mitarbeiter auf einen Rettungssanitäter eingeschlagen (Symbolbild).

Zwei Rettungssanitäter wollen in ein Fast-Food-Restaurant am Münchner Ostbahnhof. Ein falscher Security-Mitarbeiter verweigert ihnen den Zutritt. Kurze Zeit später schlägt er zu.

München - Für einen Rettungssanitäter hat der Feierabend am Sonntag ein unschönes Ende genommen: Ein Mann ohne festen Wohnsitz griff den 36-Jährigen am Ostbahnhof an und verletzte ihn, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte.

Am Sonntagmorgen um kurz nach zwei Uhr früh war der Rettungssanitäter gemeinsam mit einem Kollegen am Münchner Ostbahnhof unterwegs. Beide waren nicht mehr im Dienst, aber als Rettungssanitäter zu erkennen. Die beiden Männer wollten ein Fast-Food-Restaurant betreten, wurden jedoch von einem Mann daran gehindert. Der 32-Jährige gab sich dabei als Security-Mitarbeiter aus. 

München: Falscher Security-Mitarbeiter schlägt Sanitäter

Zur gleichen Zeit war in der Nähe des Fast-Food-Restaurants eine Streife der Bundespolizei unterwegs. Die Beamten erteilten dem 32-jährigen Mann, der keinen Wohnsitz hat, einen Platzverweis.

Kurz darauf betrat der Mann das Schnellrestaurant, ging direkt auf die beiden Rettungssanitäter zu und schlug einem von ihnen mit der Faust ins Gesicht. Der 36-Jährige aus der Au erlitt ein Hämatom an der Wange; außerdem wurde eine Keramikkrone beschädigt.

München: Falscher Security-Mitarbeiter polizeibekannt

Die Beamten griffen wiederum ein und nahmen den 32-Jährigen vorläufig fest. Es stellte sich nicht nur heraus, dass die Deutsche Bahn Hausverbot gegen den Mann verhängt hatte. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Wohnsitzlosen auch wegen zweier weiterer, einschlägiger Gewaltstraftaten, die er in den vergangenen Wochen (auf Bahngebiet) begangen hatte.

Wegen Nötigung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch soll der mit 2,13 Promille alkoholisierte Mann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I am heutigen Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Am Ostbahnhof hatte die Polizei es kürzlich mit einem Perversling zu tun, der mehrfach in der Öffentlichkeit urinierte - doch das war nicht das Schlimmste.

Nach der Krawallnacht in der Polizeiinspektion Starnberg am Donnerstag haben Beamte am Wochenende Bild- und Videodateien ausgewertet. Sie erhoffen sich Erkenntnisse darüber, welche jungen Leute gegebenenfalls straffällig geworden sind und welche nicht.

thh

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