Einstimmiger Beschluss im Stadtrat

Gasteig wird aufgemöbelt - und jahrelang dicht sein

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Der große Konzertsaal soll komplett saniert werden.

München - Münchens Kulturzentrum am Gasteig soll aufgemöbelt werden. Das entschied der Stadtrat am Mittwoch einstimmig in einem Grundsatzbeschluss.

Damit soll eine seit mindestens zehn Jahren laufende Diskussion beendet werden. Wie die Sanierung genau ausschauen soll, sollen künftige Untersuchungen ergeben. Eines steht fest: Zwei Jahre wird die Philharmonie auf jeden Fall schließen müssen, wenn sie saniert wird. Im Extremfall könnten Teile des Gasteig sogar fünf Jahre lang der Allgemeinheit nicht zur Verfügung stehen.

Seit mindestens zehn Jahren wird über die Zukunft des Gasteig diskutiert. Vor allem die Philharmonie-Akustik erntet Kritik, aber auch für auswärtige Orchester fehlen Räume. Dann kam auch noch die Debatte um den zweiten Konzertsaal, den der Freistaat will.

Eine Sanierung des 1985 eröffneten Musentempels steht ohnehin an. Für 180 Millionen Euro wäre der Status quo gesichert. Verbesserungen vor allem bei der Akustik werden auf 320 Millionen Euro geschätzt. Um belastbare Zahlen zu erhalten, sollen nun Ingenieure und Bautechniker das Bauwerk untersuchen. 7,8 Millionen Euro wurden am Mittwoch schon mal für dringende Maßnahmen lockergemacht, außerdem eine halbe Million Euro für Untersuchungen des Gasteig. Wie der Umbau erfolgt, soll beschlossen werden, wenn die Gutachten vorliegen.

Auch wenn viel debattiert wurde: Der Grundsatzbeschluss wurde einstimmig gefasst. Viel Harmonie beim Thema Philharmonie. OB Dieter Reiter (SPD) resümierte: „Ein schöner Tag für den Gasteig.“

Johannes Welte

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