Stadtwerke äußern Vermutung

Münchner Mieter wegen penetranter Belästigung komplett verzweifelt: „Inzwischen hören wir es jede Nacht“

Es ist penetrant und kommt meist in der Nacht: Seit knapp zwei Jahren werden die Anwohner um den Preysingplatz durch Hochfrequenztöne belästigt. Doch die Quelle konnte bisher nicht ermittelt werden.

München - Das rätselhafte Rauschen am Preysingplatz nervt auch Lokalpolitiker Nikolaus Haeusgen. Er wohnt selbst in dem betroffenen Bereich. Obwohl die Töne vor allem in der Inneren Wiener Straße und am Preysingplatz zu hören sind, kann der CSU-Politiker sie auch von seinem Balkon an der Eggernstraße aus deutlich wahrnehmen. „Hier in der Gegend kann man sie einfach nicht überhören, es sind bestimmt Hunderte Haushalte betroffen.“ Woher die Töne kommen, habe noch niemand erklären können.

München: Anwohner sind genervt - penetrantes Rauschen wird immer heftiger

Die Situation verschlechtere sich jedoch zunehmend: „Es ist ein sehr penetrantes Störgeräusch und es wird immer krasser. Inzwischen hören wir es jede Nacht und manchmal auch tagsüber“, so Haeusgen.

Nikolaus Haeusgen will, dass die Stadt der Ursache auf den Grund geht.

Er hat jetzt eine Anfrage im Bezirksausschuss Au-Haidhausen gestellt und hofft auf neue Erkenntnisse. „Es stellen sich ja auch die Fragen, ob das gesundheitsgefährdend für Mensch oder Tier ist und ob die Emission dieser Töne überhaupt zulässig ist.“ Vor allem seit Beginn des Lockdowns sei die Situation für die Anwohner laut Haeusgen besonders unangenehm, da alle viel mehr Zeit zu Hause verbringen. „Das ist zwar kein kurzfristiges Phänomen, aber als die Töne angefangen haben, sind sie nicht so stark aufgefallen wie seit Beginn der Pandemie.“

München: Anwohner spekulieren, was die nervenden Hochfrequenztöne verursacht

Die Anwohner spekulieren inzwischen darüber, was die Hochfrequenztöne verursachen könnte. Eine kaputte Klimaanlage, defekte Mobilfunktürme oder der Einsatz der Töne zur Marderbekämpfung standen als Erklärungsmöglichkeiten im Raum. Bisher hat sich jedoch keine davon bestätigt. Auch die Tramlinie 37, die um den betroffenen Bereich herum hält, wird als Verursacher ausgeschlossen.

Die Stadtwerke München gehen davon aus, dass die Geräusche von einem privaten Haushalt verursacht werden. „Das würde erklären, warum sich die Ursprungsermittlung so schwierig gestaltet und sich keine zuständige Behörde eingeschaltet hat“, erklärt ein Sprecher. Dass ein Transformator der Stadtwerke die Quelle der Hochfrequenztöne sein könnte, schließe man aus. Und so müssen die Anwohner um den Preysingplatz weiter mit dem mysteriösen Lärm leben. (Sophia Belliveau)

Weil er mit seinem Taxi den Stand nicht anfahren konnte, ist ein Mann am Münchner Ostbahnhof ausgerastet. Mit einer Schreckschusswaffe feuerte er auf einen 28-Jährigen.

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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