„Sie haben keine Chance“

SEK-Einsatz in München: Mann mit Waffe sorgt für Großaufgebot - Biergarten evakuiert - Neue Einzelheiten

SEK-Einsatz in der Rosenheimer Straße
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SEK-Einsatz in der Rosenheimer Straße

Ein Mann mit einer Waffe hat am Freitag für einen SEK-Einsatz in München gesorgt. Ein Biergarten musste evakuiert werden.

  • SEK-Einsatz mitten in München am Freitagabend. 
  • Ein Mann mit einer Waffe hielt die Einsatzkräfte über längere Zeit in Atem.
  • Schließlich drohte die Situation zu eskalieren.

Update vom 24. Mai: Am Freitagabend kam es in München zu einem SEK-Einsatz (siehe Ursprungsartikel vom 22. Mai). Ein 26-Jähriger hatte einen Mitarbeiter in einem Münchner Supermarkt bedroht. Im Anschluss entfernte er sich in Richtung Kar-Preis-Platz. „Die zwischenzeitlich über den Polizeinotruf gerufenen Polizeibeamten konnten durch Ermittlungen und Befragungen von Zeugen eine nahe Wohnung lokalisieren, in der sich der 26-Jährige wahrscheinlich aufhielt. Vor Ort kam es zu einer erneuten Bedrohungslage“, berichtet die Polizei am Sonntag. 

Der Mann bedrohte aus dem Fenster heraus die eingesetzten Polizeibeamten mit einer Faustfeuerwaffe. „Aus diesem Grund wurden weitere Streifen zur Einsatzörtlichkeit hinzugezogen, so dass vor Ort mehr als 15 Streifen im Einsatz waren. Im weiteren Verlauf warf der 26-Jährige unter anderem Glasflaschen und die Faustfeuerwaffe aus seinem Fenster“, berichtet die Polizei von dem Einsatz. Beamten stellten den Gegenstand sicher, ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um eine Softair-Waffe. 

Weiter heißt es: „Durch die Glasflaschenwürfe wurde ein vor Ort geparkter Pkw beschädigt. Den hinzugerufenen Unterstützungskräften gelang es dann den 26-Jährigen in der Wohnung zu überwältigen und in Gewahrsam zu nehmen. Nach erfolgter Anzeigenbearbeitung auf einer Polizeiinspektion wurde er aufgrund der vorliegenden Fremdgefährdung in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Der 26-Jährige wurde wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung angezeigt.“

SEK-Einsatz in München: 26-Jähriger bedrohte Mitarbeiter in Geschäft

Update vom 23. Mai 2020, 10.02 Uhr: Nach einem SEK-Einsatz am Freitagabend in München gibt es nun weitere Details. Wie die Polizei am Samstag mitteilt, hat ein Mann im Streit einen Mitarbeiter in einem Münchner Geschäft mit einem „waffenähnlichen Gegenstand“ bedroht und dadurch den SEK-Einsatz ausgelöst. 

Der Mitarbeiter soll den 26-Jährigen zunächst aufgefordert haben, den Laden zu verlassen. Der Grund dafür ist noch nicht bekannt. Daraufhin soll der Mann den Angaben der Polizei nach mit dem Gegenstand den Mitarbeiter bedroht haben. Kurz darauf verließ er das Geschäft. 

Durch Hinweise konnte die umgehend alarmierte Polizei den 26-Jährigen in seiner Wohnung finden. Da Beamte den Mann am Fenster mit einer „täuschend echt aussehenden Waffe“ gesehen hatten, wurde das Spezialeinsatzkommando zu dem Einsatz hinzugezogen. Dem SEK gelang es, den Mann festzunehmen und den „waffenähnlichen Gegenstand“ zu sichern. 

Wie die Polizei am Samstag erklärt, handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um eine sogenannte Softairwaffe, eine Druckluftwaffe. Sie soll einer echten Schusswaffe äußert ähnlich sehen.  

SEK-Einsatz in München: Mann mit Waffe sorgt für Großaufgebot - Biergarten evakuiert

Ursprungsartikel vom 22. Mai 2020: München - Wegen eines SEK-Einsatzes war am Freitagabend gegen 18.50 Uhr die Kreuzung Anzinger Straße/Ecke Rosenheimer Straße vorerst gesperrt worden. Die Polizei sprach von einer akuten Bedrohungslage.

SEK-Einsatz in München: Polizei spricht von akuter Bedrohungslage

Grund war ein Mann, der kurz zuvor gebeten worden war, ein Geschäft an der Rosenheimer Straße zu verlassen, berichtet die Polizei. Die Gründe sind nicht bekannt. Der Mann soll jedoch kurz darauf nach einem Streit den Ort verlassen und kurze Zeit später mit einer Waffe dorthin zurückgekehrt sein.

Ob es sich bei dem „waffenähnlichen Gegenstand“ tatsächlich um eine funktionsfähige Schusswaffe handelte, ist derzeit nicht bekannt. Da mehrere Zeugen den Täter jedoch mit der „Waffe“ sahen, schickte die Polizei ein Großaufgebot von mindestens zehn Streifenwagen zum Ort des Geschehens.

SEK-Einsatz in der Rosenheimer Straße

SEK-Einsatz in München: Biergarten evakuiert - Verkehr gestoppt

Zeugenangaben zufolge fuchtelte der Mann schließlich mit der Waffe aus einem Fenster im ersten Obergeschoss eines Hauses, direkt neben einem Biergarten, der zu diesem Zeitpunkt, etwa 19 Uhr, sehr belebt war.

Ein Zeuge berichtet, plötzlich die Rufe der Polizei vernommen zu haben.  „Waffe weg!“, hallten laut die Schreie der Polizisten und „Hier ist die Polizei; Sie haben keine Chance“. Der Biergarten wurde daraufhin in kurzer Zeit evakuiert, Gäste flüchteten. 

Um 19.18 Uhr traf das SEK ein. Die umliegenden Straßenzüge wurden beidseitig weiträumig gesperrt; mehrere Busse unmittelbar gestoppt. Gegen 19.45 Uhr konnte der Mann offenbar festgenommen werden. Die Hintergründe des Geschehens sind bislang unklar.

Lesen Sie auch: Ein bewaffneter Mann hat im April diesen Jahres vom Balkon eines Mehrfamilienhauses in München geschossen - SEK-Kräfte umstellten das Haus. Im Dezember hatte eine Lehrerin einen Großeinsatz an einer Münchner Realschule ausgelöst. Die Schule wurde komplett geräumt und ein SEK-Team eingesetzt. Auch in Hamburg gab es einen großen Polizei-Einsatz, nachdem ein Mädchen mit einer Waffe bedroht worden war.

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