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Die Münchner Au: Ein Dorf mitten in der Stadt!

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Die Münchner Au - ein Dorf - mitten in der Stadt!

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1 / 53Am Giesinger Berg, wo's raufgeht nach Giesing, da endet eines der ursprünglichsten Stadtviertel Münchens: Die Au! Wir stellen Ihnen die ehemalige Arbeitervorstadt mal ein bisschen genauer vor. © gs
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2 / 53Die Au umfasst ein Areal von etwa 158 ha (1.580.000 m2 = 1,58 km2) und gliedert sich in die untere und obere Au. Sie liegt auf der östlichen Flussniederung und auf der Isarhochterrasse. Die Hangkante am Nockherberg ist ca. 15 m hoch. © gs
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3 / 53Die Au wurde vom 2. Weltkrieg hart getroffen: 64 Auer kamen dabei ums Leben, 80 Prozent der Bausubstanz wurden zerstört. Nur noch ein Fünftel des heutigen Wohnungsbestandes in der Au stammt aus der Zeit vor 1919. © gs
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4 / 53Dennoch stehen in der Au noch viele alte Häuser ... © gs
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5 / 53... wie zum Beispiel hier in der Nockherstraße, direkt unterhalb des Nockherbergs. © gs
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6 / 53Der Strukturwandel von der ehemaligen Arbeitervorstadt zum begehrten Randgebiet der City ist in der Au allerdings weniger stark ausgeprägt als in anderen Stadtteilen. © gs
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7 / 53Dennoch werden auch hier immer mehr Altbauwohnungen (hier zu sehen die Taubenstraße) "aufgepimpt" und zu Wucherpreisen verkauft oder vermietet. © gs
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8 / 53Die Humboldtstraße markiert die südliche Grenze der Au nach Untergiesing und ist zugleich wichtige Verkehrsachse zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen hinter Giesing. © gs
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9 / 53Blick von der Ohlmüllerstraße in Richtung Nockherberg/Salvatorkeller. Der liegt in der Hochstraße und damit an der Grenze zwischen der Au und Haidhausen. © gs
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10 / 53Erstmals wurde die Au (im Bild die Sommerstraße) am 12. Dezember 1340 urkundlich erwähnt. © gs
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11 / 53Im 19. Jahrhundert erlebte die Münchner Vorstadt dann einen regelrechten Boom, als sich innerhalb von 100 Jahren die Einwohnerzahl verdreifachte. Am 1. Oktober 1854 erfolgte die Eingemeindung nach München. © gs
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12 / 53In der Eduard-Schmid-Straße steht noch heute die 1904 von Hans Grässel gebaute Ölbergkapelle. © gs
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13 / 53Neben der Wittelsbacherbrücke führt mit der Reichenbachbrücke eine weitere Isarüberquerung von der Innenstadt in die Au und führt direkt in die Ohlmüllerstraße (Bild). Dort gibt es gerade einmal 33 Hausnummern. © gs
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14 / 53Der Bereiteranger. Verkehrsberuhigtes Wohnen ganz nah an der Isar. © gs
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15 / 53Neurenaissance im Bereiteranger. © gs
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16 / 53Eines der Wahrzeichen der Au ist die Maria-Hilf-Kirche. © gs
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17 / 53Sie wurde 1831 bis 1839 von Joseph Daniel Ohlmüller begonnen und von Georg Friedrich Ziebland fertiggestellt. © gs
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18 / 53Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mariahilfkirche bis auf die Außenmauern zerstört, nur der Turm hielt stand. 1951/52 erfolgte der etwas vereinfachte Wiederaufbau durch Hans Döllgast. 1953 wurde die Kirche wieder eingeweiht. © gs
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19 / 53Bis heute hat sich in der Au ein Stück traditioneller Alltagskultur gehalten: die Auer Dulten. Die Jahrmärkte finden nach wie vor dreimal im Jahr hier auf dem Mariahilfplatz statt. Von Geschirr über Antiquitäten bis Trödel ist in den Buden unterhalb der Mariahilfkirche alles Mögliche zu finden. © gs
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20 / 53Am Neudeck stand bis 1905 ein Jagdschlösschen, das Herzog Wilhelm V. um 1600 hatte erbauen lassen. Anfang des 20. Jahrhunderts fanden hier grundlegende Umgestaltungen statt. Der Nockherberg wurde neu angelegt und für den Trambahnbetrieb verbreitert; das unterhalb gelegene Schlösschen und die dazugehörigen Bauten wurden abgerissen. © gs
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21 / 53Gegenüber entstanden die für den Frauen- und Jugendarrest genutzten Strafanstalten (Am Neudeck 10 und 12). An gleicher Stelle errichteten 1627 Paulanermönche ein Kloster. Sie wirkten 172 Jahre lang als Seelsorger und Helfer der Armen. Als das Kloster 1799 aufgelassen wurde, nutzte man es noch von 1800 bis 1801 als Feldspital, bevor es zum Zuchthaus München-Au avancierte. © gs
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22 / 53Der Freistaat Bayern beabsichtigt nun, das staatseigene Anwesen zum Verkauf auszuschreiben. Die weitere Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes ist deshalb noch ungewiss. © gs
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23 / 53Auch das Gebäude der Polizeiinspektion (Am Neudeck 1) stammt aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. © gs
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24 / 53Es fungierte bis 1985 als Landesimpfanstalt. © gs
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25 / 53Im Zuge der Baumaßnahmen nach der Jahrhundertwende wurde der Auer Mühlbach am Neudeck überwölbt, vor kurzem wieder freigelegt und als "stadträumliches Element" entdeckt. © gs
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26 / 53Als kreisfreie Landeshauptstadt hat München dennoch ein Landratsamt - und zwar ebenfalls Am Neudeck. Es steht, wie auch die Strafanstalt, auf dem ehemaligen Gelände des Paulanerklosters. © gs
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27 / 53Eine Besonderheit des Stadtbezirks waren die zahlreichen hier ansässigen Brauereien, die an der Terrassenkante ideale Standorte für Tiefbrunnen und Lagerkeller vorfanden. Von diesen Brauereien produziert heute nur noch die Paulaner-Brauerei in der Au. Hier der Blick am Nockherberg. © gs
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28 / 53Hier das Gebäude von der Falkenstraße aus gesehen. Die älteste Urkunde der Paulaner-Brauerei stammt aus dem Jahr 1634. Damals brauten die Paulanermönche kräftiges Bier, dessen überschüssige Reste an die Armen verschenkt wurden. Ab 1780 durften die Mönche uneingeschränkt Bier ausschenken. Allerdings ist damit bald Schluss: Paulaner gab bekannt, nach Langwied zu ziehen. Auf dem Areal der Brauerei werden wohl teure Apartments entstehen. © gs
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29 / 53Unterhalb der Brauerei fließt der Auer Mühlbach, der sich dann ... © gs
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30 / 53... entlang einer der schönsten Münchner Straßen schlängelt: Die Quellenstraße. © gs
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31 / 53Hier standen an der mit Wasserquellen durchsiebten Hangkante im 19. Jahrhundert zahlreiche morsche Holzhütten, heute ist nur noch die Westseite des Baches bewohnt. © gs
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32 / 53Im Jahr 1942 wurde an der Quellenstraße ein Luftschutzbunker gebaut. Heute ist hier die Tanz- und Musikschule untergebracht. © gs
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33 / 53Der die Quellenstraße kreuzende Kegelhof am Auer Mühlbach ist nach dem ehemaligen Kögelhof am selben Ort benannt. Hier stand früher eine Papiermühle, die heute umgebaut als Jugendtreff genutzt wird. © gs
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34 / 53Der ungewöhnliche Straßenname Am Herrgottseck hat seinen Ursprung in den früher an den Hauswänden angebrachten Kruizfixe. © gs
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35 / 53Gleich hinter dem Herrgottseck ist die Franz-Prüller-Sraße. Hier fühlt man sich wie nach einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Dort reiht sich ein Herbergshäuschen an das nächste. © gs
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36 / 53Die Bewohner der Herbergen damals waren Tagelöhner, kleine Handwerker oder Krämer. Mit herzoglichem Privileg arbeiteten die »Haderlumper«, die die gesammelten Stoffreste bei der Papiermühle am Kegelhof ablieferten. © gs
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37 / 53Blick von der Franz-Prüller-Straße Richtung Am Wageck. © gs
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38 / 53Auch solch nette Straßennamen gibt es in der Au. An dieser Stelle soll ein zu Ehren des heiligen Kreuzes erbautes und 1466 geweihtes Kirchlein gestanden haben. © gs
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39 / 53Ein Markenzeichen: Das Wirtshaus in der Au in der Liliensraße. Mitte des 19. Jahrhunderts stand hier erstmals eine Braustätte mit dem Namen "Schmuckerbräu". 1858 wurde der Brauereibetrieb eingestellt und nur die Wirtschaft fortgeführt. Später wurde das Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Oktober 1901 wurde in den Räumlichkeiten des heutigen Wirtshaus in der Au erstmals Bier ausgeschenkt. © gs
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40 / 53Der 1848 von Ludwig Schwanthaler entworfene Augia-Brunnen am Paulanerplatz/Ecke Lilienstraße. © gs
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41 / 53Die Wegeverbindung zwischen der Franz-Prüller-Straße und der Quellenstraße wird seit Januar 2009 nach Schwester Josefa Imma Mack benannt. Die Ordensschwester der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben frau versorgte unter Einsatz ihres Lebens zwischen 1944 und 1945 hunderte Insassen des KZ in Dachau. Außerdem schmuggelte sie Briefe in und aus dem KZ und ermöglichte es so den Insassen, Kontakt mit deren Angehörigen zu halten. © gs
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42 / 53Eines der berühmtesten Kinder der Au ist Karl Valentin. Der große Komiker wurde in der Zeppelinsraße 41 geboren. © gs
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43 / 53Eine Gedenktafel erinnert noch heute daran. © gs
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44 / 53Die Schweigerstraße führt von der Corneliusbrücke in die Au. © gs
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45 / 53Hier prägen vor allem moderne Bauten die Szenerie. Nicht immer schön, aber dafür sonnig. © gs
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46 / 53Am Feuerbächl wurde 1806 ein unterirdischer Abwasserkanal gebaut. © gs
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47 / 53Und noch heute verläuft die Kanalisation unterirdisch - ein Glück. © gs
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48 / 53Die Ohlmüllerstraße dient als viel genutzte Tramverbindung zwischen Innenstadt und Giesing. © gs
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49 / 53Diese Fassade in der Ohlmüllerstraße hat sicher auch schon bessere Tage gesehen. Aber irgendwie hat Altes und Heruntergekommenes ja auch seinen Charme ... © gs
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50 / 53Marienstatuen hinter Glasscheiben ... © gs
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51 / 53... sieht man auch in der Au an vielen Häusern. © gs
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52 / 53Das nördliche Ende der Au bildet das Ende der Lilienstraße. Auch dort stehen noch einige alte Herbergsanwesen. © gs
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53 / 53Am Rosenheimer Berg mit dem Müllerschen Volksbad und dem Gasteig (rechts, nicht im Bild) beginnt dann Haidhausen. Bis in die 90er Jahre war die Lilienstraße eine wichtige Verbindung in die Innenstadt. Heute übernehmen Humboldt- und Ohlmüllerstraße diese Funktion von der Au in die Innenstadt. © gs

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