Wirtshaus „Ayinger in der Au“

Wohlfühlen wie bei Oma: Wiesn-Wirt eröffnet Lokal mit Hotel in der Au

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Ein Prosit: Hotel-Direktor Heiko Buchta (li.) und Peter Inselkammer im neuen „Ayinger in der Au“.

Im neuen Lokal der Inselkammers am Münchner Mariahilfplatz kann man am Tisch selber anzapfen. Außerdem ist es eine Hommage an die längst verstorbene Großmutter.

München - Seine Oma war Wirtin mit Leib und Seele. „Ich glaube, das hier hätte ihr Spaß gemacht“, sagt Gastronom und Wiesn-Wirt Peter Inselkammer (48, Armbrustschützenzelt, Platzl Hotel). „Das hier“ ist sein neues Wirtshaus „Ayinger in der Au“ am Mariahilfplatz, das zum ebenfalls neuen Hotel gehört. Das heißt „Marias Platzl“ und ist nach Inselkammers Oma Maria Kreszenz benannt. Oma Inselkammer war 2001 im Alter von 90 Jahren verstorben. Sie ist auch die Großmutter von Peter Inselkammers Cousin Franz (35), mit dem er Hotel und Gaststätte betreibt. Das Hotel mit seinen 34 Zimmern hat seit Oktober auf, das Wirtshaus eröffnet diesen Freitag.

Bier vom Fass gibt‘s im neuen Inselkammer-Lokal. Es wird in einer Glasvitrine neben dem Tresen gelagert. Die 10-Liter-Version kann man sich an den Tisch bringen lassen.

120 Personen haben in den gemütlichen Gasträumen Platz. Es gibt einen Veranstaltungssaal für – je nach Bestuhlung – bis zu 150 Personen, und ab dem Frühjahr auch einen bedienten Wirtsgarten im Freien für 80 Gäste. Die Inselkammer-Cousins haben die Räumlichkeiten für Wirtshaus und Hotel von der katholischen Kirche gepachtet. Zuvor hatte sich ebenfalls ein Hotel mit Wirtshaus an gleicher Stelle befunden.

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Wirtshaus „Ayinger in der Au“: Mehrere Mio. Euro Investition

4,2 Millionen Euro haben Peter und Franz Inselkammer in den Umbau investiert, der Vertrag läuft zunächst über zehn Jahre. „Das Wirtshaus soll ein Anlaufpunkt für die Münchner und fürs Viertel sein“, sagt Peter Inselkammer. Im Mittelpunkt steht das Ayinger Bier, das bisher nur einen Auftritt am Platzl in der Innenstadt hat. Die Brauerei wird von Franz Inselkammer geleitet. Und so ist der kupferfarbene Tresen auch zentral im Wirtshaus. Hier gibt es acht Biersorten – das Helle (0,5 Liter 4,10 Euro) kommt aus dem Holzfass. Wer in einer größeren Gruppe isst, kann sich auch ein Zehn-Liter-Holzfass für 70 Euro an den Tisch bringen lassen. Zum Selbst-Anzapfen! Im Ayinger in der Au gibt es für die Fässer eine einsehbare Kühlung am Eingang.

Gastgeberin im Geiste: So wie bei Maria Kreszenz Inselkammer sollen sich die Gäste fühlen.

Zum Essen soll es im Wirtshaus so sein, „wie wenn man bei der Maria zu Gast ist“, sagt Heiko Buchta (49). Er leitet Lokal und Hotel für die Inselkammers. Auf den schlichten Holztischen stehen bunt zusammengestellte Teller. Das Gulasch kommt zum Teilen im Topf auf den Tisch. Den Kuchen liefert das junge Münchner Unternehmen „Kuchentratsch“, bei dem Seniorinnen backen. Als Spezialitäten gibt es Hirschfetzen aus eigener Jagd (14,90 Euro) oder Lachsforellenfilet (21,90 Euro). Die Nähe zur Auer Dult ist spürbar. Denn ein Teil der Einrichtung stammt von Flohmärkten. Über zwei Tischen hängen alte Lüsterweiberl aus Brauereibesitz, weibliche Halbfiguren, die in ein Geweih übergehen und aus denen Glühbirnen leuchten. Peter Inselkammer: „Es soll hier gemütlich, aber nicht aufgesetzt sein – und trotzdem besonders.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Meine Au“.

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