Wir berichten im News-Ticker

Nach Messer-Attacken: Täter in psychiatrische Klinik eingewiesen

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Die Messer-Attacken hielten am Samstag die Münchner Polizei in Atem.

Messerattacke im Münchner Osten: Am Samstag hat ein Täter mehrere Menschen angegriffen, das jüngste Opfer ist 12 Jahre alt. Ein Foto zeigt seine Verhaftung. Alle Infos im News-Ticker.

  • Ein Mann hat am Samstagmorgen in München mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen, acht Personen wurden verletzt.
  • Der Täter war zunächst flüchtig, es handelt sich um einen 33-jährigen Deutschen.
  • Die Polizei geht derzeit von einer psychischen Erkrankung aus.
  • Anwohner rund um den Rosenheimer Platz sollten in ihren Häusern bleiben. Gegen 14 Uhr kam die Entwarnung.

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6.54 Uhr: Ein 33-Jähriger hat am Samstag in Haidhausen und Berg am Laim völlig wahllos acht Menschen angegriffen. Er leidet offenbar unter Verfolgungswahn. Mittlerweile wurde er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Eine Zusammenfassung der Ereignisse vom Samstag.

Messer-Attacken in München: Das Protokoll vom Sonntag 

15.20 Uhr: Nach den Messerattacken rund um den Rosenheimer Platz vom Samstag mit acht Verletzten wird der Tatverdächtige in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht erließ einen entsprechenden Unterbringungsbefehl, wie die Münchner Polizei am Sonntag mitteilte. Hintergrund ist, dass der Mann wahrscheinlich psychisch krank ist und die Tat in einem Verfolgungswahn begangen haben soll.

Polizei-Pressekonferenz am Sonntag: Infos zum Täter

12.10 Uhr: Einige Opfer soll der Mann, der schon zuvor straffällig geworden war, unvermittelt angegriffen haben. Andere sprach er zunächst an und attackierte sie dann, so die Ermittler auf der Pressekonferenz. Eine Frau und einen 12-jährigen Jungen hatte er den Ermittlungen zufolge geschlagen, sechs Männer hatte er mit einem Messer verletzt. Derzeit versuchen die Polizisten, den Tathergang zu konstruieren. Das werde noch einige Zeit dauern, sagte Wimmer, da noch unklar sei, wo sich der Tatverdächtige zwischen den Angriffen mit seinem Fahrrad aufgehalten habe. Laut der Mordkommission konzentrierte sich der Radius aber auf den Münchner Stadtteil Au.

12 Uhr: Die Polizei hat am Sonntag bei einer Pressekonferenz neue Details zur Messer-Attacke in München bekannt gegeben und über das Motiv gesprochen. Die Tat sei weder religiös noch politisch motiviert gewesen. Vielmehr leide der mutmaßliche Täter an einer psychischen Störung. Gegenüber der Polizei habe er angegeben, dass er sich bedroht fühle. Der 33-Jährige lebt offenbar seit drei Monaten in München. Einen festen Wohnsitz hatte er allerdings nicht. 

Er war der Polizei im Zusammenhang mit gefährlicher Körperverletzung, Drogen und Diebstahl bereits bekannt. Das Messer hatte er nach eigenen Angaben dabei, um sich zu verteidigen. In psychiatrischer Behandlung befand er sich offenbar nicht. Die Polizei geht aber davon aus, dass der Tatverdächtige untergebracht wird.

In seiner Vernehmung habe der Mann widersprüchliche Angaben gemacht, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wimmer. Demnach habe sich der Mann von einer Familie verfolgt und bedroht gefühlt - ohne Details nennen zu können. In der Vernehmung habe der Verdächtige außerdem angegeben, die Geräusche eines Polizeihubschraubers hätten ihn von weiteren Angriffen abgehalten, sagte Wimmer.

8.30 Uhr: Die Ermittlungen der Polizei rund die Messer-Attacken in München laufen weiter auf Hochtouren. Um 11.30 Uhr will die Polizei weitere Einzelheiten zu den Taten bekannt geben.

Messer-Attacken in München: Das Protokoll vom Samstag 

Die Polizisten führen einen Mann ab, er wird nach unten gedrückt und ist nur schemenhaft zu erkennen.

20.35 Uhr: Unserer Redaktion wurde ein Foto zugespielt, das die Verhaftung des Messerstechers zeigt. Polizisten hatten den Mann um 11.30 Uhr in der Nähe der Ottobrunner Straße festgenommen. Die Bild war dabei, als der Verdächtige abgeführt wurde.  

18.56 Uhr: Die Münchner Polizei hat auf Twitter ganz klar Hetzer vorgeführt, die nach Bekanntwerden der Tat sofort einen ausländischen Täter vermuteten (TV bedeutet Tatverdächtiger) - und sich auch nicht von Fakten stören ließen: 

Der Socialmedia-Dienst hatte über den Tag alle Hände voll damit zu tun, immer und immer wieder die Frage nach der Herkunft des Täters auf Twitter zu beantworten (33-jähriger Deutscher, in München gemeldet). Schon beim Lesen der Tweet-Abfolge war ein scharfer Unterton von Seiten der Polizei zu vernehmen - da die Identität des Täters bereits bekannt war, auch wenn einige dies scheinbar nicht glauben wollten. Der Tweet gegen 19 Uhr dürfte dann der Befreiungsschlag gewesen sein. 

Messerattacke in München: Polizei macht präzisere Angaben zu Tatort und Verletzten

17.14 Uhr: Präzise Angaben gibt es nun auch zu den Verletzungen der Opfer. Sieben Menschen erlitten Schnittverletzungen, eine Person wurde durch einen Faustschlag niedergestreckt. 

16.54 Uhr: Die Polizei hat in ihrer Pressemitteilung die genauen Tatorte benannt. Demnach attackierte der Täter zunächst Passanten am Paulanerplatz (nicht weit vom Rosenheimer Platz und dem Ostbahnhof entfernt). Weitere Örtlichkeiten unter anderem: Quellenstraße, Auer Mühlbach, Lilienstraße, Gallmayerstraße, Schleibingerstraße, Trausnitzstraße und Ständlerstraße.

Am Tatort in der Gallmayerstraße schützen Rettungsdecken die Spuren vor möglichem Regen.

14.55 Uhr: Nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) handelte der Angreifer aus heiterem Himmel und mit handfester Gewalt. Der Angreifer sei wahllos mit einem Messer auf Passanten losgegangen, sagte Herrmann am Samstag nach einem Treffen der Unionsspitze zu den Jamaika-Sondierungen in Berlin. Es sei Großalarm ausgelöst worden.

Messerattacke in München: Polizei gibt Pressekonferenz

14.50 Uhr: Mittlerweile liegen Details zur Festnahme vor. Der Mann sei um 11.40 Uhr in der Nähe der Ottobrunner Straße gefasst worden, die Beschreibung habe auf ihn gepasst, sagte ein Polizeisprecher. Auch zu den Opfern gibt es neue Erkenntnisse. Es handelt es sich um sechs männliche Verletzte (zwischen 12 und 77 Jahre alt) sowie um eine Frau (44), teilte die Polizei mit. Alle seien Zufallsopfer des Angreifers gewesen. Bei den männlichen Opfern handele es sich um fünf Deutsche, einen Rumänen und einen Italiener, die attackierte Frau sei eine Deutsche. Alle wurden ambulant ärztlich versorgt. Die Verletzten erlitten Stiche, eines der Opfer wurde auch geschlagen. 

14.10 Uhr: Rund 500 Beamte waren am Vormittag im Einsatz. Das teilte die Polizei soeben bei einer Pressekonferenz mit. Aufgrund der Hinweise hatte die Polizei eine "lebensbedrohliche Einsatzlage" ausgelöst. Derzeit gibt es laut Polizeipräsident Hubert Andrä keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um eine psychische Störung beim Täter handelt. 

Der wegen gefährlicher Körperverletzung polizeibekannte Mann ist 33 Jahre alt, deutscher Staatsbürger und in München gemeldet. Er soll dringend tatverdächtig sein. Bislang verweigert er die Aussage. 

Polizeipräsident Andrä lobte die "besonnene und überlegte Reaktion der Münchner".

Nach Messerattacke in München: Stadt gibt über Katwarn Entwarnung

13.46 Uhr: Die Landeshauptstadt München meldet über Katwarn, dass die Gefahrenlage in der Innenstadt vorüber ist.

12.38 Uhr: Der Messer-Angreifer hat nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann aus heiterem Himmel und mit handfester Gewalt gehandelt. Der Angreifer sei wahllos mit einem Messer auf Passanten losgegangen, sagte Herrmann am Samstag nach einem Treffen der Unionsspitze zu den Jamaika-Sondierungen in Berlin.

12.16 Uhr: Laut da Gloria Martins gab es insgesamt sechs Tatorte, fünf Männer und eine Frau wurden angegriffen nach aktuellem Stand. Vier davon sind leicht verletzt und mittlerweile auch schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Die Opfer wurden nach aktuellem Stand zufällig ausgewählt.

12.01 Uhr: Wie unsere Reporter berichten, hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der Mann sei um 11.30 Uhr in der Nähe der Ottobrunner Straße gefasst worden, die Beschreibung habe auf ihn gepasst, sagte der Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Er kann noch nicht bestätigen, dass es sich dabei auch um den Täter handelt und rät den Bürgern daher, nach wie vor vorsichtig zu bleiben.

11.51 Uhr: Wie die Bild berichtet, hat das SEK einen Verdächtigen festgenommen. Die Polizei hat das aber noch nicht bestätigt. Derzeit werden immer noch alle Radler kontrolliert, auf die die Beschreibung des Täters passt.

11.11 Uhr: Trotz der Alarmsituation ist es am Rosenheimer Platz relativ ruhig, wie unsere Reporter vor Ort berichten. 

10.41 Uhr: Noch ist nicht klar, in welche Richtung der Täter geflohen ist. Die Polizei bittet die Bevölkerung, die Bereiche Rosenheimer Platz, Ostbahnhof und Ostpark zu meiden.

10.34 Uhr: Nicht an vier, wie vorhin berichtet, sondern an fünf Tatorten hat der Täter angegriffen. Vier Personen wurden leicht verletzt, glücklicherweise nicht lebensbedrohlich, wie die Polizei mitteilt. Der Täter stach unter anderem am Rosenheimer Platz, am Paulaner Platz und an der Ständlerstraße zu.

Die Polizei rief dazu auf, die Tatorte großräumig zu meiden. Sie bat um Hinweise aus der Bevölkerung zum Verbleib des Täters.

Messerattacke in München: Verletzte wurden versorgt

Messer-Attacken in München - Bilder vom Polizeieinsatz

10.24 Uhr: Offenbar hat der Täter nach ersten Erkenntnissen an vier Tatorten zugestochen, vier Menschen wurden leicht verletzt.

10.18 Uhr: Die Polizei fahndet noch immer nach dem Täter, die Hintergründe sind bislang völlig unklar. Auf Twitter wurde eine Täterbeschreibung veröffentlicht: Mann, ca. 40 Jahre alt, unterwegs mit schwarzem Rad, graue Hose, grüne Trainingsjacke, Rucksack mit Isomatte

10.14 Uhr: Laut Feuerwehr sind derzeit alle Verletzten des Messerangriffs am Rosenheimer Platz versorgt:

Messerattacke in München: Erstmeldung der Polizei von 9.45 Uhr

Wie die Polizei mitteilt, stellen sich derzeit die Einsatzkräfte rund um den Rosenheimer Platz auf, um den Täter zu schnappen. Er hat nach ersten Informationen mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und verletzt, zum Glück nicht lebensbedrohlich.

Die Polizei ist derzeit dabei, alle ihre Kräfte zu mobilisieren, um den Täter zu schnappen.

Ein Helikopter kreiste am Morgen ebenfalls längere Zeit über das Gebiet rund um den Rosenheimer Platz. Auch jede Menge Krankenwagen sind aktuell laut unseren Reportern in dem Gebiet unterwegs. 

Das Katastrophenwarnsystem Katwarn hat eine Meldung ausgelöst.

pak/mm/tz/Video: Glomex

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