Pläne stoßen nicht nur auf Gegenliebe

Nockherberg: Bauen statt brauen

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Ein Blick in die Welfenstraße.

München - Auf dem Paulaner-Gelände in der Au soll ein neues Stadtteilquartier entstehen: Raum für zirka 3500 Menschen und 1500 Wohnungen auf rund neun Hektar Fläche.

Die Brauerei räumt bekanntlich das Feld und lässt sich in Langwied nieder (Einweihung heute um 12.30 Uhr). Lediglich Biergarten, Festsaal und Verwaltung bleiben in der Innenstadt. Einziehen sollen dafür rund um den Nockherberg Familien, Paare und Singles aus allen Bevölkerungsschichten. 30 Prozent der Einheiten sind zudem für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen.

Gebaut werden auch Cafés und Restaurants, Räume für Handel sowie Dienstleistungen. Auch vier Häuser für Kinder sind vorgesehen. Da­rüber hinaus plant die Bayerische Hausbau auf dem ehemaligen Brauerei-Gelände Grünflächen mit Spielplätzen, Fuß- und Radwegen.

Die Pläne stoßen nicht nur auf Gegenliebe. „Wir sind teilweise enttäuscht“, sagt die Vorsitzende des Bezirksausschusses Au-Haidhausen, Adelheid Dietz-Will. Viele Wünsche der Bürger seien umgesetzt worden, nicht aber die Forderung nach einem Jugendtreff. „Man bebaut so ein riesiges Areal, ohne etwas für die Jugend zu tun. Das ist eine Frechheit.“ Das Gremium hat eine Stellungnahme ausgearbeitet, wird aber wohl nicht mehr viel an der Umsetzung ändern können. Gearbeitet wird in drei Teilgebieten an der Ohlmüller-, der Welfen- und Regerstraße. Wie genau die Wohnhäuser verteilt werden, steht derzeit noch nicht fest. Klar ist indes, dass an der Regerstraße eine neue Tramhaltestelle eingerichtet wird.

Mit dem Abriss der Brauerei-Gebäude wird 2016 begonnen. Bevor aber der Grundstein gelegt wird, muss der kontaminierte Boden abgetragen werden. Darin befinden sich Reststoffe von Teer, Benzin und Diesel. Die Landeshauptstadt und die Bayerische Hausbau werden die Paulaner-Pläne übermorgen vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr im Salesianum, Sieboldstraße 11.

ska

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