Wegen Stammstrecken-Bau

Orleansplatz: Brunnen bleibt definitiv trocken

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Der Brunnen am Orleansplatz wird so bald nicht mehr sprudeln. 

Der Brunnen auf dem Orleansplatz am Ostbahnhof wird erst nach dem Bau der Zweiten Stammstrecke wieder sprudeln. Die Hoffnung des Bezirksausschusses (BA), der Brunnen könne bis zum Start der Bauarbeiten noch einmal aktiviert werden, hat sich zerschlagen.

München - Der Brunnen, der sich über den ganzen Platz zieht,ist wie berichtet an einigen Stellen kaputt, liegt deshalb trocken. Der BA hatte sich gewünscht, dass er repariert wird und wieder sprudelt, bis Ende 2018 die Arbeiten an der Stammstrecke wirklich beginnen. Denn dann, das ist klar, wird der gesamte Platz zur Großbaustelle.

Doch der BA übersah die Vorarbeiten: Schon Mitte des Jahres wird der Platz aufgerissen, um Rohre und Leitungen umzulegen, die den Bauarbeiten im Wege wären. Dann wird man große Teile des Brunnens abbrechen müssen. Laut Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) lohnt es sich nicht, den Brunnen für so kurze Zeit wiederherzustellen. Immerhin würde die Reparatur etwa 150 000 Euro kosten.

Der Bezirksausschuss möchte aber zumindest wissen, wie es nach den Bauarbeiten weitergeht: Die Stadt solle darlegen, wie und wann der Brunnen neu gestaltet wird. „Bis spätestens Ende Mai hätten wir gerne eine Aussage der MVG“, sagte BA-Vorsitzende Adelheid Dietz-Will (SPD).

Nicht nur der Brunnen am Orleansplatz wird unter den Bauarbeiten leiden. Bahn und Stadt müssen auf dem Orleansplatz und dem Grünstreifen hinter der Berufsschule 90 Bäume roden. Vor dem Ostbahnhof können fünf Bäume auch nach den Arbeiten nicht ersetzt werden, weil das neue Tunnelbauwerk dort zu dicht unter der Oberfläche liegen wird.

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Anna Mayr

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