MVG muss Gebäude ab März 2015 sanieren

Jetzt wird der Ostbahnhof zur Großbaustelle

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Aus den Fugen geraten: Im Inneren des Ostbahnhofs hat sich salzhaltiges Wasser in die Betonwände gefressen.

München - Am Sendlinger Tor, am Marienplatz, am Hauptbahnhof – überall wurde und wird im Untergrund gewerkelt. Und jetzt wird auch der Ostbahnhof zur Großbaustelle.

Wie die MVG meldet, muss die 1988 eröffnete Station ab März 2015 saniert werden – Dauer: anderthalb Jahre!

So funktioniert die Sanierung im Untergrund.

„Die Schäden befinden sich im Bereich der unterirdischen Fugen zwischen den äußeren Bahnhofswänden und dem dazwischen eingespannten Bauwerksdeckel“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Dort ist jahrelang chloridhaltiges Wasser eingedrungen, das ursprünglich beim Salzstreuen im Winter verwendet wurde – und hat die Stahlbewehrung der Betonwände angefressen. Im Zuge des Bahnhofsbaus wurden die Fugen nicht abgedichtet …

„Die Arbeiten laufen alle unterirdisch“, erläutert Korte. Über offene Gruben bohren sich die Arbeiter jeweils von der Oberfläche neben dem U-Bahn-Bauwerk bis zu vier Meter tief in den Boden. „Abschnitt für Abschnitt wird die obere Außenkante freigelegt und mit einem Hochdruckwasserstrahl von ihrer Betondeckung befreit“ – so werden die Fugen abgedichtet.

In der Orleansstraße werden die Gruben mit befahrbahren Deckeln versehen und nur dort geöffnet, wo auch gerade gearbeitet wird – so sollen Umleitungen für Autos und Busse vermieden werden. Außen am Ostbahnhof werden Reisende nur eine etwa 100 Meter lange, schmale Baugrube am Bürgersteig sehen – der Bahnverkehr soll nicht beeinträchtigt sein.

Die Außenansicht des Ostbahnhofs.

Einschränkungen gibt es trotzdem: „Während der Bauarbeiten wird der Orleansplatz größtenteils nicht zur Verfügung stehen. Alle Geschäfte und Grundstücke bleiben aber erreichbar“, verspricht Korte. „Aber es werden Parkplätze entfallen, da wir Container aufstellen und Bauanlagen unterbringen müssen.“ Auch die Verkehrsführung wird sich je nach Bauphase mehrfach ändern.

Ob noch weitere U-Bahn-Bauwerke von undichten Fugen betroffen sind, überprüft die MVG gerade – auch mithilfe kleinerer Ausgrabungen und Gutachten.

A. Thieme

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