Umbau & mehr

„Paulaner am Nockherberg“ - das sind die Pläne der neuen Wirte

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Der Blick ins Wirtshaus führt nach oben – in Richtung Keller gibt es neue Pläne.  

München - Der Wirtewechsel ist nicht genug, nun bekommt der „Paulaner am Nockherberg“ eine Kleinbrauerei – und bricht den Boden durch.

In der Au bewegt sich was: Nachdem bekannt geworden ist, dass Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel mit Koch Florian Lechner den „Paulaner am Nockherberg“ als Pächter übernehmen wird, sind nun Details zum geplanten Gaststättenumbau an die Öffentlichkeit gedrungen.

Ein Bauantrag sei gestellt, hieß es im Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen. Nach dem Starkbieranstich im Frühjahr (hier können Sie das Derblecken live im TV und im kostenlosen Live-Stream verfolgen), wenn Nockherberg-Wirt Peter Pongratz die Gaststätte nach 27 Jahren zum 1. Mai abgibt, wird dort renoviert. Bis einschließlich 30. April habe die Gaststätte zuvor „ganz normal geöffnet“, sagt Pongratz. Das Wirtshaus werde nach dem Umbau noch viel heller und moderner. Und: „Das Bier soll der Mittelpunkt des Hauses sein.“ Damit meint Pongratz vor allem die kleine Brauerei, die bei „Paulaner am Nockherberg“ entstehen soll. Denn zukünftig werde es hausgebrautes Bier in der Gaststätte geben, hatte Paulaner angekündigt. Etwa 3000 Hektoliter Bier pro Jahr könnten dann hausintern gebraut werden, schilderten die BA-Mitglieder das geplante Vorhaben.

Die kleine Brauerei soll für die Gäste auch erlebbar sein. Gelingen soll das dank einer möglichst offenen Anordnung – so ähnlich, wie man es von dem Münchner Wirtshaus bereits kennt, nur dass das Bier gefühlt noch näher rückt. So sollen im Kellergeschoss angesiedelte Lagertanks und dort etwa mittig im Gebäude ein Sudhaus mit zwei Türmen entstehen. Die beiden Türme sollen sich über eine breite Öffnung röhrenartig bis hoch zum Dach ziehen, das mit einer Glaskuppel abschließt. Dafür müsste folglich die Kellerdecke kreisförmig durchbrochen werden, deutete BA-Mitglied Heinz-Peter Meyer im Unterausschuss die Pläne.

Im Erdgeschoss solle es eine Schanktheke geben. Gut denkbar, dass Gäste von dort aus auch einen Blick nach unten werfen können – auf die Umsetzung darf man gespannt sein. Bis im März 2018 soll soweit alles fertig sein. Denn dann übernehmen, rechtzeitig zum Starkbieranstich, Christian Schottenhamel und Florian Lechner.

Die Anzahl der Sitzplätze – bis zu 1000 sind es in der Gaststätte – werde sich wohl nicht groß verändern, hieß es. Nur unten im Salvatorkeller entfallen Sitzplätze, sagt Pongratz. Der Festsaal hat bis zu 3500 Plätze, der Biergarten etwa 2500 Plätze – dieser ganze Bereich ist laut BA von den Plänen nicht betroffen.

Zurückgebaut werden die dahinter liegenden Anbauten, die etwa als Lagerräume dienten. Dort sollen neue Tiefgaragenplätze entstehen – und angrenzend schon bald die neuen Wohnungen der Bayerischen Hausbau. 

Anne Hund

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