Nach Wirbel um Beinahe-Unfall

Posse mit Happy End: Tür nach 116 Jahren doch nicht zu niedrig

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Fritz Schmidhuber an seiner Hinterhoftür.

Die Eigentümer des Mehrfamilienhauses an der Gallmayerstraße 4 können aufatmen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) rückt von seiner Forderung ab, eine Hinterhoftür zu erhöhen, weil ansonsten die Mülltonnen nicht mehr abgeholt würden.

Für die Eigentümer wäre dies extrem teuer gekommen, weil im Hausgang dann auch die 116 Jahre alte Holztreppe ausgetauscht hätte werden müssen.

„Gott sei Dank hat die AWM nun ein Einsehen gehabt“, freut sich Fritz Schmidhuber. Der 81-Jährige ist Eigentümer einer der Wohnungen in dem Haus aus dem Jahr 1901. Rund drei Wochen machten sich Schmidhuber und die anderen Eigentümer große Sorgen, nachdem der AWM ihnen bei einer Hausbegehung eröffnet hatte, dass die Tür um 20 Zentimeter auf zwei Meter erhöht werden müsse. Die Begründung: Arbeitsschutz. Die Müllmänner liefen Gefahr, sich beim An- und Abtransport der Mülltonnen den Kopf zu stoßen, einer auf der Route durch Haidhausen eingesetzten Mitarbeiter sei zum Beispiel zwei Meter groß.

Doch nachdem unsere Zeitung über den Fall berichtet hatte, kam die erlösende Botschaft: „Wir bitten, die Kopfstoßstellen mit einer Polsterung sowie einer schwarz-gelben Sicherheitsmarkierung zu versehen, sodass unsere Mitarbeiter auf diese gefährliche Stelle aufmerksam gemacht werden“, heißt es in einer Mitteilung an die Eigentümer, gefolgt von dem entscheidenden Satz: „Ein Umbau wäre in diesem Fall dann nicht erforderlich.“ Letztlich sei es doch wohl eine Frage der Verhältnismäßigkeit gewesen, freut sich Schmidhuber. 

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