CSU und SPD einigen sich

Rosenheimer Straße: Radweg kommt

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Am Ende des Radwegs der Rosenheimer Straße starb 2011 eine Studentin.

München - Eines der gefährlichsten Nadelöhre für Radler soll endlich entschärft werden: CSU und SPD haben sich auf den Bau zweier 1,50 Meter breiter Radlerfahrspuren in der Rosenheimer Straße geeinigt.

Derzeit klafft dort zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße eine gefährliche Lücke.

Am Donnerstag reichten die beiden Mehrheitsfraktionen des Stadtrates einen gemeinsamen Antrag für den Radweg ein. Die neuen Spuren sollen auf beiden Seiten zwischen Fahrspuren für Autos und dem Gehsteig entstehen. Die vier bestehenden Auto-Fahrspuren auf der Rosenheimer Straße werden auf 2,85 Meter verschmälert. Derzeit sind diese bis zu 3,15 Meter breit.

Die Gehwege werden um 1,30 Meter vergrößert, dann sind sie knapp vier Meter breit. Das reicht für eine Anlieferspur, auf der abends auch die Anwohner parken dürfen. Für die Fußgänger bleibt ein 1,80 bis 1,95 Meter breiter Gehsteig.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) sowie der Bund Naturschutz begrüßen zwar, dass CSU und SPD einen Radstreifen und keinen Radweg wollen. „Allerdings ist der Antrag ein schwacher Kompromiss, der in Sachen Radverkehr alles andere als zukunftsträchtig ist. Er stellt eine absolute Minimallösung dar“, so ADFC-Sprecherin Traudl Schröder, die auf steigende Radlerzahlen verweist. In den Verwaltungsvorschriften seien 1,50 Meter Breite das Minimum, ein Radstreifen sollte möglichst 1,85 Meter breit sein. Ein Sicherheitsstreifen zur Straße sei kaum vorhanden.

J. Welte

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