Wem gehören die 87.000 Euro?

Schauspieler sicher: „Der Steckdosen-Schatz gehörte meinem Freund“

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Er weiß, wer das Geld versteckt hat: Schauspieler Axel Scholtz zeigt ein Foto seines Freundes Olaf Heuschkel.

Die hinter einer Steckdose in einer Haidhausener Wohnung gefundenen Geldscheine warten noch immer auf einen Besitzer. Ist der bereits verstorben?

München - Die Geschichte vom Geldfund hinter einer Steckdose wird immer geheimnisvoller. Wie berichtet, hat der Elektriker Oliver Jungtäubl im Dezember 2016 hinter einer Wand in einer Wohnung in Haidhausen 87.000 Euro gefunden. Weil auch nach weit über einem halben Jahr kein rechtmäßiger Eigentümer der Summe feststand, darf der 50-Jährige das Geld eventuell behalten. Schauspieler Axel Scholtz ist sich hingegen sicher: „Das Geld gehört meinem Freund Olaf.“ Tatsächlich könnte der inzwischen Verstorbene die Scheine zu Lebzeiten dort gebunkert haben.

Wir treffen Axel Scholtz in einem Schwabinger Café. Er deutet auf ein Foto. „Das ist Olaf, nur er kann auf solche Ideen kommen“, sagt der Schauspieler, der als Darsteller in Vorabendserien wie „Verbotene Liebe“, „Die Rosenheim-Cops“, „Der Bergdoktor“ oder „Derrick“ bekannt ist. „Handwerklich war Olaf ein Ass, dieses Versteck trägt seine Handschrift.“ Außerdem habe Olaf Heuschkel, so heißt der frühere Mieter der Wohnung, ihm von seinen Ersparnissen an einem geheimen Ort erzählt. Scholtz: „Ich wusste, dass er irgendwo Geld versteckt hat. Nach seinem Tod habe ich die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt, aber nichts gefunden. Wer kommt darauf, hinter einer Steckdose nachzuschauen?“

Mit handwerklichen Tätigkeiten und Lottogewinn zu Geld gekommen 

Laut Scholtz hat sich Olaf Heuschkel eine ordentliche Summe mit allerlei handwerklichen Tätigkeiten dazuverdient, auch bei einer spanischen Lotterie habe er gewonnen. Einen Teil des Geldes soll er für Aufenthalte auf der Balearen-Insel Ibiza ausgegeben, den Rest auf Konten in der Schweiz deponiert haben. „Olaf hat oft Geld aus Zürich abgeholt“, erinnert sich Axel Scholtz.

Auf Nachfrage beim Wohnungseigentümer bestätigte eine Mitarbeiterin der Immobilienfirma, dass Olaf Heuschkel bis zu seinem Tod im Jahr 2010 dort gelebt hat. Auf das Geld ist Axel Scholtz aber nicht aus. Er sagt: „Egal, wer es bekommt, Hauptsache, der Staat steckt es am Ende nicht ein.“ Es bleibt spannend. Denn nach Informationen unserer Zeitung soll nun auch der Vermieter Finderlohn einfordern.

Johannes Heininger

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